Grundschulneubau wichtiges Signal für ländlichen Raum

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Landrat Matthias Jendricke hat die Klettenberger Grundschule besucht, um gemeinsam mit der Schulleiterin Cornelia Grützner-Radtke und dem zurzeit staatlich Beauftragten der Gemeinde Andreas Gerbothe den geplanten Neubau des Schulgebäudes zu besprechen. „Wir freuen uns über die positiven Signale des Landes, uns bei diesem Vorhaben zu unterstützen. Seit Jahrzehnten plant der Landkreis damit zum ersten Mal wieder den Neubau einer Grundschule“, betont Matthias Jendricke.

Der Nordhäuser Kreistag hatte im Dezember beschlossen, dass die Landkreisverwaltung Fördermittel für Ersatzneubauten für die Grundschulen in Ilfeld und Klettenberg beantragen soll. Das Vorhaben soll gemeinsam mit dem Kyffhäuserkreis umgesetzt werden, der ebenfalls zwei neue Grundschulbauten plant. Das Infrastrukturministerium will dazu in einem Wettbewerbsverfahren einen Modellbau für eine Schule in Holzbauweise entwerfen lassen, der dann an allen Standorten realisiert werden soll. „Es gab bereits Abstimmungen unserer Schulverwaltung mit den Direktorinnen und den Bürgermeistern, um ein möglichst multifunktionales Raumkonzept für eine einzügige Grundschule zu gestalten“, berichtet Jendricke. „Wir streben Neubauten an, weil sich die vorhandenen Schulgebäude an beiden Standorten nicht mehr wirtschaftlich sanieren lassen.“

Die Klettenberger Grundschule ist seit fast 20 Jahren in einem Gebäude der einstigen Grenzkompanie untergebracht, nachdem das alte Schulgebäude nicht mehr nutzbar war. Das jetzige Gebäude erfüllt jedoch nicht die Raumanforderungen, die heute an eine Schule gestellt werden, weshalb die Sanierung des Bestandsgebäudes nicht möglich ist. „Deshalb begrüßt es die Gemeinde Hohenstein ausdrücklich, dass der Landkreis sich mit dem anvisierten Neubau für den Erhalt des Schulstandorts Klettenberg einsetzt“, sagt Andreas Gerbothe. „Nachdem der Kreis 2019 das alte leerstehende Schulgebäude abgerissen hat, kann hier ein neues Schulgebäude entstehen. Die Schule steht dann auch wieder direkt neben der Turnhalle, die wir als Gemeinde über das Leader-Förderprogramm sanieren wollen.“ Diese beiden Vorhaben gehen für Jendricke Hand in Hand. „Das ist für uns eine beispielsgebende Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis und der Kommune eines Schulstandorts“, so Jendricke. „Die Gemeinde Hohenstein hat die Turnhalle übernommen, engagiert sich nun für die Sanierung und wir teilen uns die Kosten von Investitionen und Betrieb.“

Schließlich fügt sich für Jendricke die Planung eines Schulneubaus in Klettenberg auch ein in die Gesamtentwicklung der Kommune. „Die Gemeinde Hohenstein zeigt beispielsweise mit der Ausweisung von Baugrundstücken und dem Erhalt des Kindergartens, dass junge Familien hier willkommen sind. Mit der Absicherung des Schulstandorts wollen wir einen Beitrag dazu leisten, das Leben im ländlichen Raum attraktiv zu gestalten“, so Jendricke. „Bei unseren Investitionen werden wir im Landkreis Nordhausen auch in den kommenden Jahren weiterhin einen deutlichen Schwerpunkt in unseren Schulen setzen und mehr als 50 Millionen Euro in unser Schulbauprogramm investieren – und dies nicht nur in Städten wie beim Humboldt-Gymnasium in Nordhausen oder dem Schiller-Gymnasium in Bleicherode, sondern bewusst auch in kleineren Orten wie beispielsweise in den Grundschulen in Sollstedt, Ilfeld und eben hier in Klettenberg.“

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