Grabplatten auf dem Ehrenfriedhof werden restauriert

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Nordhausen (psv)
Im Rahmen der Neugestaltung des Ehrenfriedhofs Nordhausen hat der Bau- und Denkmalpfleger Thomas Osius den weit überwiegenden Teil der 215 Grabplatten auf dem sowjetischen Teil des Ehrenfriedhofs restauriert.
Dazu wurden mittels Sandstrahlreinigung Auflagerungen, Kalkversinterungen und Verschmutzungen von den Grabsteinen entfernt. Bei fünf Liegeplatten, deren Struktur durch Risse und Abplatzungen sehr stark gefährdet waren, hat der Restaurator Thomas Osius durch Klebungen mit zweikomponentigem Epoxidharz und kleinen Ergänzungen diese konservatorisch repariert. Weitere 19 Steine, die in der Draufsicht und an den Seitenflächen großflächige Risse und Versinterungen aufwiesen, wurden mit Mörtel verschlossen. Wichtig hier sei die Durchtrocknung der vermörtelten Risse und eine durchgängige Bauteil- und Umgebungstemperatur von 10-12 Grad Celsius, erklärt der Restaurator.
Schwerpunkt des Beschlusses zur Neugestaltung des Nordhäuser Ehrenfriedhofs am Stresemannring ist die Sichtbarmachung der Sammelgräber, da die Grabreihen der über 2.300 bestatteten Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge nicht mehr erkennbar sind. Außerdem soll ein neues Informations-/Besucherleitsystem den Ehrenfriedhof als überregional bedeutenden Friedhof, Kriegsgräberstätte und Gedenkort nach außen und im Gelände besser kennzeichnen.

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