Glengoyne Destillerie – leichte, zarte Highland-Whiskys

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Die Glengoyne Destillerie ist von Ihrer Lage her etwas ganz Besonderes. Die A81, welche quasi durch das Objekt verläuft, bildet die imaginäre Trennlinie zwischen dem Low- und Highland. Die Lagerhäuser liegen westlich im Lowland und die Brennräume nördlich im Highland. Noch bis in die 1970er Jahre hinein wurde Glengoyne als Lowland-Brennerei geführt. Heute definiert man die territoriale Lage der Brennerei jedoch nach dem Ort, wo das Destillat erzeugt wird. Per se im Highland. Der Brennereicharakter des Whisky`s von Glengoyne will sich aber nicht ganz mit der regionalen Einstufung abfinden. Sensorisch wird dieser eher als leicht und zart beschrieben.
Bei Glengoyne wird heute mit drei Brennblasen zweifach destilliert. Das war nicht immer so. Als Whiskyjournalist Alfred Barnard 1886 die Destillerie besuchte, wurde mit zwei Stills dreifach destilliert. In der deutschen Übersetzung seines berühmten Buches „Die Whiskybrennereien des Vereinigten Königreichs“ heißt es: „Ein Durchgang führt in das Brennereigebäude. Zwei Pot Stills alter Bauart – eine 1210 Gallonen fassende Wash Still und eine Spirit Still mit einer Kapazität von 850 Gallonen – sind dort installiert. … An dieser Stelle möchte ich erwähnen, dass in dieser Brennerei dreifach destilliert wird.“.
Die Destillerie wurde 1833 von dem einheimischen Grundbesitzer George Connell unter dem Namen Burnfoot of Dumgoyne gegründet. 1876 wurde Glengoyne von den Gebrüdern Lang aus Glasgow gekauft. Zur Zeit als Barnard die Destillerie besuchte, hieß sie Glenguin. Erst 1905 taufen die Brüder Lang sie auf den Namen Glengoyne. 2003 kam die Destillerie unter das Dach von Ian Macleod & Company.
Seit den ersten Single Malt Abfüllungen in den 1970er Jahren überraschen die Marketingstrategen von Glengoyne immer wieder mit außergewöhnlichem Design. So beispielweise auch im Jahr 2000 mit der Abfüllung „Glengoyne Millenium Clock“. Bei dieser bildete eine Standuhr die Umverpackung. Die auf 2000 Exemplare limitierte Abfüllung wird heute für etwa 1.400 GBP gehandelt.
L. E.

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