Geplante Sanierung im Ossietzky-Hof: SWG will Mieter mitnehmen

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2 Preisträger stellten am Montagabend im „Nordhaus“ ihren Wettbewerbsentwurf vor
Die Städtische Wohnungsbaugesellschaft (SWG) will ihre Mieter in Nordhausen-Nord regelmäßig über die geplanten Stadtumbauprozesse informieren. Das sagte SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan am Montagabend während eines Bürgergesprächs im „Nordhaus“. In einem ersten Schritt soll noch in diesem Jahr die 3 Preisträger des Berliner Architektenbüros „Hütten und Paläste“, des Büros „einszueins“ aus Wien und des Büros „Kofink Schels“ aus München für die geplante Umgestaltung des Ossietzky-Hofs im „Nordhaus“ ausgestellt werden. Weiterhin sollen Mieter an einem Infopunkt im „Nordhaus“ alle wichtigen und aktuellen Informationen zum Stadtumbauprozess erhalten. „Zudem ist geplant, dass wir unsere Mietersprechstunden hier im Nordhaus weiter ausbauen“, verwies Klaan auf das Beratungsangebot im Wohngebiet.

Das kommunale Wohnungsunternehmen will den Stadtumbau in Nord mit der grundhaften Sanierung und der Umgestaltung des Ossietzky-Hofs beginnen. Seit etwa eineinhalb Jahren gilt für die drei Wohnblöcke des Quartiers ein Vermietungsstopp. „Wir brauchen den ein oder anderen Leerstand, um bestimmte Arbeiten durchführen zu können“, sagte Klaan. Die SWG-Chefin machte deutlich, dass man dort barrierefrei sanieren will, wo es möglich ist. „Sowohl in den Wohnungen als auch in den Außenanlagen“, sagte Klaan. Der Umbau im Bestand sei zwar eine Herkulesaufgabe, doch unumgänglich, wolle man das Wohnviertel für die nächsten Jahrzehnte fit zu machen.

Noch gebe es für die geplanten Umbau- und Sanierungsarbeiten keine feste Terminkette. „Für konkrete Umbaupläne ist es noch viel zu früh“, so Klaan weiter. Man befinde sich in einer sehr frühen Phase der Bürgerbeteiligung. Erst seit Anfang Dezember liegt die prämierten Entwürfe vor, der an diesem Abend auch den rund 120 anwesenden Bürgern vorgestellt wurde. In den ersten sechs Monaten des kommenden Jahres soll dieser Entwurf auf seine technische und wirtschaftliche Machbarkeit geprüft werden. „Der Entwurf ist kein Dogma“, sagte Klaan. Die Entwürfe seien verhandelbar. Die konkreten Umbauvorhaben am Ossietzky-Hof sollen dann Schritt für Schritt mit der betroffenen Mieterschaft besprochen werden. Ein Baubeginn ist frühestens Ende 2019/Anfang 2020 denkbar.

Die SWG hatte in Kooperation mit der Stadt Nordhausen und der Internationalen Bauausstellung (IBA) Thüringen den Realisierungswettbewerb für das Quartier ausgelobt. Die Rolandstadt ist IBA-Kandidat zum Thema energetischer Stadtumbau. Für die SWG ist mit dem Wettbewerb ganz klar das Ziel verbunden, die aufgezeigten Gestaltungsansätze künftig auch bei der Sanierung weiterer Wohnungsbestände aufzugreifen und umzusetzen. Das Projekt Ossietzky-Hof übernimmt damit eine Vorreiterrolle.
Foto: Inge Klaan sagte den vielen Gästen am Montagabend im Nordhaus, dass die SWG rechtzeitig alle von der Sanierung betroffenen Mieter informieren wird.

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