Gefeierter Festivalauftakt

0


THEATERNATUR in die sechste Spielzeit gestartet

Benneckenstein. Mit einer gefeierten und ausverkauften Premiere ist das Festival der darstellenden Künste, THEATERNATUR2020, im Oberharz gestartet. Zum Auftakt wurde vor ausverkauftem Haus Sören Hornungs Stück „Es ist noch nicht soweit“ uraufgeführt.
Zunächst hatte Janek Liebetruth, Künstlerischer Leiter, das Festival eröffnet. Er dankte den Unterstützenden und Sponsor*innen, die vor dem Hintergrund der Wirren um die Corona-Pandemie allesamt ihre Zusagen nicht zurückgezogen hätten und am Konzept konsequent festgehalten hätten. „Ohne Sie alle wäre das nicht möglich gewesen.“ Dem pflichtete auch Sachsen-Anhalts Kultur-Staatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger bei. „Das Festhalten des Veranstalters Kulturrevier Harz e.V. ist belohnt worden. Während anderswo gleich reihenweise Veranstaltungen doch sehr frühzeitig komplett abgesagt wurden, haben hier Theaterleute, Crew, Schauspieler*innen sowie Helfer*innen und Unterstützer*innen am Konzept festgehalten. Dass das eine gute Entscheidung war, zeigt sich mit dieser Eröffnung“, so Schellenberger, der wie auch Ortsbürgermeister Kay Rogge dem weiteren Verlauf alles Gute wünschte.

Dann genossen rund 200 Zuschauer*innen, mehr lassen die Abstandsregelungen nicht zu, die erste der beiden Eigenproduktionen dieses Jahres, „Es ist noch nicht soweit“. In dem Stück wird die Menschheit im Jahr 2020 von einer gewaltigen Krise heimgesucht. Von dieser Krise bleiben auch Kassandra und ihr Vater nicht verschont. Obwohl sie sich in ihrer Wohnung zurückgezogen haben, brechen immer mehr von der Krise getriebene Menschen in ihren Alltag ein und konfrontieren sie mit ihren Geschichten. Während Kassandra versucht, in den Geschichten „der Gäste“ einen Sinn für ihr eigenes Leben zu finden verweigert sich ihr Vater jeglicher Erzählung. Denn: Mit der Wende hatte er seinen Job als TV-Sandmann der alten Bundesrepublik, damit seinen Lebenssinn verloren und sich geschworen, nie wieder auch nur einer Geschichte zu vertrauen. Als nun sein erfolgreicher Kollege aus dem Osten auftaucht, reißen die alten Wunden auf und die Situation eskaliert.

Anlässlich Hornungs zweiter Auftragsarbeit für das THEATERNATUR in Folge versuchen der preisgekrönte junge Autor und Regisseur Janek Liebetruth gemeinsam die deutsche Einheit und ihre Auswirkungen auf die Menschen heute, 30 Jahre später, zu beleuchten. Dabei bedienen Sie sich eines der wohl bekanntesten Symbole des deutschen Teilung und Wiedervereinigung – dem Sandmann. Regie: Janek Liebetruth, Bühne (Hannes Hartmann), Kostüme (Leah Lichtwitz), Video (Lucian Patermann), Licht Design (Ingo Jooß), Regieassistenz (Dominique Marino). Es spielen: West (Hans Klima), Kassandra (Elaine Cameron), Achim, der Arbeitslose (Benjamin Kramme), Sissi Foss (Carolin Wiedenbröker), Frauke, die Kamerafrau (Jennifer Sabel) und Ost (Achim Wolff). Das Stück wird noch bis zum Dienstag auf der Waldbühne gespielt.

Weitere Informationen zum Spielplan, zu den Hygienemaßnahmen und zum Kartenvorverkauf, der vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie vorzugsweise im Onlineshop erfolgen sollte, erhalten Sie auf der Seite www.theaternatur.de im Internet.

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

* Bitte lesen Sie die Datenschutzbestimmungen und stimmen diesen zu

*