Gedenkveranstaltung in Nordhausen: Gemeinsam an verstorbene Kinder erinnern.

0

Jede Kerze erinnert an ein verstorbenes Kind: Anlässlich des Weltgedenktags für verstorbene Kinder wird es am zweiten Adventssonntag, 9. Dezember, ab 16 Uhr in der Christus-Kirche, Grimmelallee 51, in Nordhausen eine Gedenkveranstaltung geben. Eingeladen sind Eltern, Großeltern, Paten, Geschwister und alle Menschen, die um ein Kind trauern. „Die Veranstaltung soll den Hinterbliebenen einen Raum geben, um an ihre verstorbenen Kinder zu erinnern. Sie soll aber auch Mut machen“, sagt Christina Raue-Fuchs vom Hospizverein Nordhausen, der die Veranstaltung gemeinsam mit der Selbsthilfegruppe für verwaiste Eltern und der Kontaktgruppe für frühverwaiste Eltern vorbereitet.

Neben einer Andacht und Fürbitten gestalten betroffene Eltern der Gruppen die Gedenkfeier. Für jedes verstorbene Kind wird eine Kerze entzündet. Cellist Matthias Weicker begleitet die Veranstaltung musikalisch. Im Anschluss wird es genug Zeit geben, um miteinander bei Tee und Plätzchen ins Gespräch zu kommen. Die Gedenkstunde ist die einzige Veranstaltung dieser Art in Nordthüringen und erfuhr in den vergangenen Jahren eine hohe Resonanz. Familien aus dem Südharz, dem Eichsfeld, Sondershausen und dem Kyffhäuserkreis zählten zu den Gästen. „Viele Familien kommen jedes Jahr wieder. Neue Betroffene kommen hinzu“, erzählt Trauerbegleiterin Conny Heise.

Der Nordhäuser Hospizverein organisiert seit 2012 das Gedenken regelmäßig am 2. Dezembersonntag. An diesem Tag gedenken Angehörige in der ganzen Welt beim weltweiten Kerzenleuchten ihrer verstorbenen Kinder. Überall auf der Welt werden an diesem Tag um 19 Uhr brennende Kerzen in die Fenster gestellt. Eine Lichterkette rund um den Erdball soll symbolisieren, dass diese Kinder einst das Leben ihrer Eltern erhellt haben.

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*