Für eine bessere medizinische Versorgung unserer Kinder und Jugendlichen

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Eine öffentliche Petition mit über 62.000 Unterschriften der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin e.V. (DAKJ) beschäftigte am Montag den Bundestag in einer öffentlichen Sitzung des Petitionsausschusses. Die Akademie (Dachverband aller kinder- und jugendmedizinischen Gesellschaften und Fachverbände) fordert die Beendigung der Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen in der medizinischen Versorgung und eine Sicherstellung der Betreuung gemäß den Vorgaben der UN-Kinderrechtskonvention.

„Das Problem in Deutschland ist, “ so Kersten Steinke, linke Abgeordnete aus Nordthüringen, „dass Eltern es täglich erleben, keine Kinder- und JugendärztInnen mehr zu finden oder nicht selten wochenlang auf einen Termin warten müssen. Es kommt auch vor, dass schwer kranke Kinder nicht stationär aufgenommen werden können, weil alle Betten bereits belegt sind.“

Die DAKJ schätzt die Versorgungsqualität in den Kinder- und Jugendarztpraxen, Kliniken für Kinder- und Jugendmedizin sowie im Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinderchirurgie als akut gefährdet ein: Strukturelle Defizite, ein zunehmender Wirtschaftlichkeitsdruck und vor allem ein sich absehbar verschärfender Mangel an Fachkräften können bereits jetzt nicht mehr kompensiert werden. Es gibt zu wenige Nachsorgestrukturen, die gerade im frühen Kindesalter und bei chronischen und seltenen Erkrankungen dringend benötigt werden.

Steinke unterstützt die Forderungen der DAKV nach einer bedarfsgerechten Kinderkrankenpflege, einer Erhöhung der Ärztezahl im öffentlichen Gesundheitsdienst, einer Sicherstellung des Betriebs von Kinderkliniken, gezielte Aus-und Weiterbildung u.v.a.m.
„Die Bundesregierung zählte zwar viele Maßnahmen auf, aber in der Prognose reichen diese heute schon nicht aus. Es ist traurig, dass Deutschland Artikel 2 und 3 der UN-Kinderrechtskonvention, nämlich die Garantie jedem Kind das Recht auf Nicht-Diskriminierung zu gewähren und das Kindeswohl vorrangig zu berücksichtigen, nicht gerecht wird.“

Kersten Steinke

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