Fremde Welten erkunden – Neues aus Sci-Fi und Fantasy

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Nordhausen (psv) Der Bereich Fantasy und Science-Fiction der Stadtbibliothek ist voll von Neuerscheinungen, die auf interessierte Leser und Leserinnen warten. Darauf weist jetzt die Stadtbibliothek hin und gibt nachstehende Lesetipps:

Wer den Namen Christopher Paolini kennt, erinnert sich meist sofort an „Eragon“. Die weltweite Besteller-Jugendbuchreihe schrieb er schon mit 15 Jahren. Nun erschien mit „Infinitum – Die Ewigkeit der Sterne“ sein neuer Roman, diesmal vor allem für erwachsene Leser. Er erzählt von Kira Navarez, einer jungen Forscherin, deren Traum, neue Welten zu erkunden, schnell zum Albtraum wird. Bei einer Erkundung eines fremden Planeten entdeckt sie etwas, was nie zuvor ein Mensch gesehen hat, und hält auf einmal das Schicksal der gesamten Menschheit in ihren Händen.

Ein für Film- und Sci-Fi-Fans geläufiger Titel kleidet sich im neuen Gewand: Die Vorlage für David Lynchs 1984 erschienenem Film „Der Wüstenplanet“ und der nun für 2021 angekündigten Neuverfilmung „Dune“ erscheint jetzt in der Neuübersetzung. Wer einen Klassiker der Zukunftsliteratur neu erleben möchte, kann nun in den ersten zwei Bänden – „Der Wüstenplanet“ und „Der Herr des Wüstenplaneten“ – gemeinsam mit Paul Atreides in die Welt des Planeten Arrakis reisen und die Intrigen aufdecken, die ihn dort erwarten.

Eine Zukunft aus anderer Sicht präsentiert Martha Wells im „Tagebuch eines Killerbots“.

„Nach dem Hacken meines Chefmoduls hätte ich glatt zum Massenmörder werden können, aber dann ist mir klargeworden, dass ich auf den kombinierten Feed der Entertainmentkanäle zugreifen konnte, der über Firmensatellit reinkam.“ So beginnt die Erzählung des selbsternannten Killerbots, der sein Leben eigentlich lieber mit Filmen und Serien verbringen würde, als mit seiner Arbeit als Security-Roboter. Einen Strich durch die Rechnung macht ihm ein Team von Wissenschaftlern, die er auf einer gefährlichen Mission beschützen soll. Der gefühlvolle Mix aus Humor und Action wurde mehrmals prämiert, unter anderem dreimal mit dem renommierten Hugo Award.

Besteht Interesse an der Gegenwart und näheren Zukunft, so ist die Kurzgeschichtensammlung „Quantenträume“ zu empfehlen. Hierin beschäftigen sich namhafte Autoren aus China mit dem Trendthema Künstliche Intelligenz. Ob intelligenter Plüsch-Seehund, der seine eigene Sprache erfindet, eine Maschine, die in einem buddhistischen Kloster einen Rückzugsort sucht, oder ein Haushaltsroboter, der in einen Mordfall verwickelt wird: In fünfzehn gesammelten Erzählungen setzen sich die Autoren emotional und kritisch mit der Frage auseinander, was Künstliche Intelligenz für unsere Lebenswelt bedeutet.

In das verschneite Russland zur Zeit der mongolischen Invasion entführt der zweite Band der Winternacht-Trilogie von Katherine Arden, „Das Mädchen und der Winterkönig“. Während der erste Band noch tief in den Wäldern Russlands spielte, begleiten wir Protagonistin Wasja nun in die Metropole Moskau. In Männerkleidung getarnt findet sie sich am Hof des Prinzen wieder. Schnell wird Wasja – dank der Ratschläge des Winterdämons – zur engsten Vertrauten des Prinzen. Doch niemand am Hof darf je erfahren, dass der tapfere Kämpfer aus dem klirrend kalten Norden eigentlich eine junge Frau ist … Der zauberhafte Schreibstil der Autorin ließ die Magie des verschneiten Winterwaldes und seiner Geister schon im ersten Band spürbar werden. Auch die Fortsetzung ist wieder einen Blick wert.

An einem weniger zauberhaften Ort findet sich die Protagonistin von Sam Sykes‘ „Sieben schwarze Klingen“ wieder, nämlich im Gefängnis am Tag ihrer Hinrichtung. Viel bleibt ihr in diesem Moment nicht, außer zu erzählen. Davon, wohin der Offizier verschwunden ist, der mit ihr gesehen wurde. Von der Zerstörung, die sie hinterlassen hat. Und von den Magiern, die ihr alles genommen haben und an denen sie sich zu rächen gedenkt. Bewaffnet mit einer magischen Pistole, einem Schwert namens Jeff und einer Flasche Whiskey geht sie auf die Jagd und wird verwickelt in ein Abenteuer, das man am liebsten gar nicht wieder zur Seite legen würde.

Ebenfalls in Gefangenschaft befindet sich Vaelin al Sorna, ein Mann mit vielen Namen: Schwert des Königs, Dunkelklinge, Rabenschatten und, vor allem, Hoffnungstöter. Doch all das ist Vergangenheit, denn nun ist er an Bord eines Schiffs, das ihn zu dem Ort bringen soll, an dem es für ihn um Leben und Tod geht. Die Rabenschatten-Trilogie von Anthony Ryan zeigt den Werdegang des berühmten Kämpfers und was nötig ist, um ein Reich zu retten.

Eine Welt voll Magie und Maschinerie gibt es zu entdecken in „Der Schlüssel der Magie“ von Robert Jackson Bennett. Der Auftakt der Founders-Trilogie beginnt mit einem Diebeszug. Diebin Sancia besitzt – unfreiwillig – eine besondere Fähigkeit. Was auch immer sie berührt, erzählt ihr seine Geschichte. Das macht sie zu einer verdammt guten Diebin, aber auch zu einem Ziel, denn ihre neueste Beute ist mehr als nur ein einfacher Schlüssel. Und jedes der mächtigen Handelshäuser wird dieses Artefakt besitzen wollen.

Natürlich gibt es daneben auch weitere spannende Bücher zu entdecken. Ein Besuch lohnt sich!

Foto:Neues aus Sci-Fi und Fantasy
Foto: ©Stadtbibliothek Nordhausen

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