Freigabe Brücken im Ortsteil Rodishain

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Nordhausen (psv) Heute haben Oberbürgermeister Kai Buchmann und die Ortsteilbürgermeisterin Rodishains, Susann Jäger, im Beisein bauausführender Firmen zwei Brücken im Nordhäuser Ortsteil mit einem symbolischen Scherenschnitt freigegeben. „Für mich als Oberbürgermeister ist es wichtig, dass wir als Stadt, in der es fast 120 Brückenbauwerke gibt, keine Brücke schließen müssen, sondern als Stadt in der Lage sind, Brücken rechtzeitig zu sanieren und somit aus einem kritischen beziehungsweise ungenügenden Zustand herauszuholen, so geschehen im letzten Jahr in Hesserode und Bielen. Aus diesem Grund freue ich mich, zwei weitere Projekte in unseren Ortsteilen erfolgreich umzusetzen“, so Oberbürgermeister Kai Buchmann.

Bei der Baumaßnahme handelt es sich um eine Gemeinschaftsmaßnahme der Stadt Nordhausen und des Gewässerunterhaltungsverband „Harzvorland“ (GUV). Zeitgleich zu den Brücken wurde ein Teilbereich der Ufermauern im Auftrag des GUV saniert. Die seit November 2019 laufende Baumaßnahme hat auf Seite der Stadt 82.000 Euro (davon knapp 20.000 Euro für die Fußgängerbrücke) und seitens des GUV 45.000 Euro gekostet.

Informationen zu den beiden Brücken:

Die bestehenden Brücken wiesen erhebliche Schädigungen auf, insbesondere die Betonbrücke am statisch wichtigen Gewölbe. Auf das alte Gewölbe wurde Anfang der Neunziger Jahre nachträglich eine Tragschicht aufgebracht. Diese wurde durch Bauteilöffnungen untersucht. Dabei wurde festgestellt, dass sie statisch nicht ausreichend wirksam ist, um schweren Fahrzeugverkehr, z.B. Feuerwehr und Müllabfuhr, dauerhaft aufzunehmen.

Neben der Betonbrücke wurde die Fußgänger-Holzbrücke an der Straße Zum Eichenforst (Höhe der Hausnummer 45b), ebenfalls über den Ronnebach, saniert. Hier wurden Traghölzer, Dielung und die Geländer erneuert.

Die Firma HWS-Servicegesellschaft hat die Brückenbauleistungen komplett übernommen und die Arbeiten ausgeführt. Für die Holzbrücke wurde eine Tischlerei aus Wernigerode als Subunternehmen seitens HWS eingesetzt. Das Brückengeländer auf der Betonbrücke wurde durch die Nordhäuser Schlosserfirma Wienbreyer & Seidenstücker, ebenfalls als Subunternehmer beauftragt, hergestellt. Um dem Ortsbild zu entsprechen, wurden die Ansichtsseiten der neuen Betonbrücke mit Naturstein verblendet. Somit passt sich die neue Brücke in das Gesamtgefüge ein. Die Bauzeit betrug mit jahreswechsel- und wetterbedingten Pausenzeiten fünf Monate.

Als Ausgleichsmaßnahmen für die Eingriffe in das Bachbett wurden ein Nistkasten für Wasseramseln und ein Winterschlafstein für Fledermäuse eingebaut.

Informationen zu den Arbeiten des Gewässerunterhaltungsverbands „Harzvorland“:

Die Bauwerksunterhaltung des GUV „Harzvorland“ und der Stadt Nordhausen stehen in engem fachlichen Austausch miteinander. Da die Stadt Nordhausen 2019 im Rahmen ihrer jährlichen Bauwerksunterhaltung in Rodishain den Ersatzneubau einer alten Gewölbebrücke plante, bot sich für den GUV Harzvorland die dringend notwenige Sanierung der im Mittel 1,35 m hohen Ufermauer an. Es konnten Synergieeffekte in der Baustelleneinrichtung und Wasserhaltung generiert werden, da die für den Brückenbau und die Mauersanierung erforderlichen Arbeiten vom gleichen Firmenspektrum zu erbringen sind.

Bei der Bauausführung wurde offenbar, dass die vorhandene Mauer stellenweise in einem denkbar schlechten Zustand war, beispielsweise wurde die Mauer ohne Fundament errichtet, die Hinterfüllung der Mauer wurde mit dafür ungeeignetem Material ausgeführt. In der Folge mussten ca. 25 m der Mauer komplett neu errichtet werden, da eine Instandsetzung unter den gegebenen Umständen nicht realisierbar war. Die zu bearbeitenden Flächen konnten vor Ort so festgelegt werden, dass ein Ufermauerabschnitt zwischen zwei Brücken beidseitig auf einer Länge von 49 m dauerhaft fertiggestellt werden konnte.

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