Freie Fahrt in Thüringen: ADAC gibt Stauzahlen 2017 bekannt – Ausblick auf 2018

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Im Gegensatz zum staureichen Nachbarland Hessen, ist es ruhig auf Thüringer Autobahnen. Wie der ADAC Staureport 2017 mitteilt, ist Thüringen nach Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den wenigsten Staus. Trotzdem nahm die Anzahl der Staus in Thüringen im Vergleich zum Jahr 2016 zu. Die anhaltend gute Konjunktur und die wachsende Bedeutung Deutschlands als Urlaubsziel sind Gründe für diesen Anstieg.

Insgesamt zählt der ADAC für Thüringen in 2017 3.364 Staumeldungen (2016: 2.751), summiert auf 6.296 Staukilometer (5.133 km). Thüringens Autofahrer standen 2.475 Stunden (2.428 Std.) im Stau. Zum Vergleich: Hessens Autofahrer verharrten insgesamt 37.565 Stunden im Stau.

Auch 2018 wird die deutschlandweite Verkehrs- und Baustellenbelastung mindestens gleich bleiben, prognostiziert der ADAC. „Vor allem der zunehmende Schwerlastverkehr setzt den Straßen zu“, erläutert Wolfgang. Herda, Verkehrsexperte des ADAC Hessen-Thüringen. „Deswegen müssen or allem viele Brückenbauwerke verstärkt, saniert oder ganz neu gebaut werden.“

Im Vergleich zu anderen Bundesländern sind Thüringens Fernstraßen allerdings wenig staubelastet. Das liegt vor allem am guten Zustand der Thüringer Autobahnen, die nach der Wiedervereinigung neu gebaut oder komplett saniert wurden. Zwischen Thüringer Wald und Harz / Eisenach und Gera besteht heute nur geringer Modernisierungsbedarf. Die drei staureichsten Bundesländer waren 2017 Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Deutschlandweit die staureichsten Monate waren Mai, Juni und September. Der staureichste Wochentag über den Jahresschnitt hinweg ist der Donnerstag. Die drei Streckenabschnitte mit den meisten Staus waren in Thüringen in 2017:

     A9 Halle/Leipzig – Nürnberg zwischen Hermsdorfer Kreuz und AS Hermsdorf
     A71 AS Arnstadt-Süd – AS Ilmenau-Ost in beiden Richtungen
     A9 Halle/Leipzig – Nürnberg zwischen AS Bad Klosterlausnitz und Hermsdorfer Kreuz

Allen Verkehrsteilnehmern und vor allem Pendlern und Urlaubern rät der ADAC zur Gelassenheit. Bei wichtigen Terminen sollte immer ein entsprechender Zeitpuffer eingeplant werden. Automobile Pendler können außerdem über Fahrgemeinschaften nachdenken oder auf Bus und Bahn umsteigen. Die “letzte Meile“ von der Haltestelle zum Arbeitsplatz lässt sich dann oft per Fahrrad zurücklegen.

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