Forscher aus Tokio zu Gast bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben

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Am 10. November waren Shuntaro Endo, Ryo Watanabe und Haruo Soga, alle Forscher am Institute of Transportation Economics in Tokio, zu Gast bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben. Anlass war ein Arbeitsgespräch zum Nordhäuser Modell.

Die Forscher arbeiten gerade an einem Forschungsprojekt zum Thema „Schienenpersonennahverkehr in Stadt und Region“. Beim Arbeitsgespräch erhielten die Besucher aus Japan einen Eindruck von den technologischen Abläufen im Straßenbahnbetrieb der Verkehrsbetriebe Nordhausen GmbH. Die Besichtigung des Straßenbahndepots ermöglichte auch einige detaillierte Auskünfte zur Technik des dualen Antriebssystems am Triebwagen.

„Im städtischen Streckenabschnitt ist die Versorgung der Bahnen mit Elektroenergie konventionell aus der Oberleitung gewährleistet. Außerhalb der Stadtgrenzen, im oberleitungsfreien Streckennetz der Harzer Schmalspurbahnen GmbH (HSB) bedarf es einer autonomen Antriebstechnik. Aus diesem Grund wurde ein Hybridantrieb entwickelt und in die bei den Verkehrsbetrieben eingesetzten Straßenbahnfahrzeuge integriert. Neben dem klassischen Elektroantrieb aus dem Fahrdraht erhielten drei Fahrzeuge eine zweite Antriebstechnik, bestehend aus einem Dieselmotor, einer Leistungselektronik und einem Generator“, erläuterte Fritz Keilholz, Betriebsleiter Straßenbahnverkehr bei den Nordhäuser Verkehrsbetrieben.

Synergieeffekte ergaben sich bei dieser Verfahrensweise vor allem aus dem Angebot einer barriere- und umstiegsfreien Verbindung von Regional- und Stadtverkehr unter Nutzung des vorhandenen Schienennetzes der HSB und der Straßenbahninfrastruktur im städtischen Bereich sowie des Erhalts der Typenreinheit im Fuhrpark der Straßenbahnen.

Bildunterschrift: Straßenbahnbetriebsleiter Fritz Keilholz (links), IMG Geschäftsführer Volker Linde und Laborleiter Marcus Pilvouse erklärten Shuntaro Endo, Ryo Watanabe und Haruo Soga die Technik des Nordhäuser Modells

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