Fokussiert studieren im digitalen Zeitalter

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Hochschule Nordhausen erprobt Achtsamkeitstrainings für Studierende, Lehrende, Mitarbeiter und Führungskräfte

Neben Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften macht die Hochschule Nordhausen ihren rund 2500 Studierenden und 217 Mitarbeitenden seit dem Frühjahr ein besonderes, neues Bildungsangebot: Gesundheitskompetenz und Achtsamkeit. Denn die Hochschule Nordhausen will einen Beitrag zum Erhalt und zur Verbesserung der Gesundheit der Studierenden und Mitarbeitenden leisten. Das Angebot stieß Sommersemester auf positive Resonanz und wird auch im beginnenden Wintersemester fortgesetzt. Unterstützung erhält die Hochschule Nordhausen dabei von der AOK PLUS.

Im Mittelpunkt stehen freiwillige Kurse für Studierende, Lehrende, Mitarbeitende und
Führungskräfte, in denen Achtsamkeit sowie gesundheitsförderliches Studieren, Arbeiten und Führen trainiert werden. Anfang April waren die ersten Trainings für Lehrende, für Studierende und für Mitarbeitende in Form von mehrwöchigen Kursen gestartet. Zwei Drittel der Kursteilnehmer und -teilnehmerinnen blieben nach dem ersten Kennenlernen bis zum Abschluss dabei.

Für Studierende wurden zwei Achtsamkeitsseminare angeboten, und für die Mitarbeitenden eine wöchentliche besondere Mittagspause, in der Achtsamkeit trainiert wurde. Auch Lehrende aller Thüringer Hochschulen konnten Achtsamkeit kennenlernen und es als Multiplikatoren in der Lehre einsetzen. Daran waren Angehörige der Hochschulstandorte Weimar, Jena, Erfurt, Nordhausen, Ilmenau und Gera unter Federführung der Hochschule Nordhausen beteiligt.

Wohlbefinden und Konzentrationsfähigkeit verbessern

Achtsamkeit lässt sich gezielt erlernen mittels Meditationstechniken, Körperwahrnehmungs- und Bewegungsübungen. Sie verbessert nachhaltig die Konzentrationsfähigkeit, das Wohlbefinden und die psychische Widerstandskraft und hilft, einen gesunden Umgang mit Stress zu finden. So können beispielsweise Studierende in Stresssituationen wie Prüfungen oder bei Schreibblockaden auf die erlernten Übungen zurückgreifen.

„Studieren setzt eine hohe Kompetenz voraus, sich selbst und die Anforderungen, die an Studierende gestellt werden, zu bewältigen. Da Studierende meist zusätzlich berufstätig sind, ist die individuelle Belastung oft hoch. Hier helfen Übungen zur Achtsamkeit, sich wieder mehr zu fokussieren und zu merken, was wichtig ist“, sagt Prof. Dr. Elke Gemeinhardt, Lehrende an der Hochschule Nordhausen und Projektkoordinatorin der Achtsamkeitstrainings.

Gesundheitskompetenz nachhaltig verbessern

Mit der AOK PLUS hat die Hochschule Nordhausen einen erfahrenen Partner im Bereich
Gesundheitsförderung an ihrer Seite, welcher bei der Einführung und Umsetzung der Achtsamkeitskurse sowie bei der Qualitätssicherung unterstützt und berät.

„Mit den gesundheitsfördernden Angeboten an der Hochschule möchten wir langfristig erreichen, dass sich die Gesundheitskompetenz aller Hochschulangehörigen und Studierenden verbessert und Erkrankungsrisiken sinken“, sagt Alexandra Krumbein, Regionalgeschäftsführerin der AOK PLUS. „Die Hochschule ist die ideale Umgebung für Gesundheitsförderung. Hier können wichtige Rahmenbedingungen gezielt beeinflusst und gleichzeitig auch Menschen erreicht werden, die individuelle Präventionsangebote sonst selten in Anspruch nehmen.“

Modellprojekt „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“

Die Zusammenarbeit zwischen der Hochschule Nordhausen und der Gesundheitskasse geht auf das Thüringer Modellprojekt „Achtsame Hochschulen in der digitalen Gesellschaft“ zurück. Dieses erforscht seit 2018 die Wirkungskraft von Achtsamkeit in der digitalisierten Hochschullandschaft. Es wurde von der Ernst-Abbe Hochschule und der Friedrich-Schiller-Universität in Jena sowie der Technischen Universität Ilmenau initiiert und wird vom Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und digitale Gesellschaft sowie von der AOK PLUS gefördert.

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