Euro NCAP testet erstmals Automatisierung

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Wahrnehmung schlägt Realität: Über 70 Prozent von rund 1500 befragten Autofahrern glauben, dass es bereits selbstfahrende Pkw zu kaufen gibt. Das ist das Ergebnis einer Umfrage in sieben Ländern, die die Neuwagen-Bewertungsprogramme Euro NCAP und Global NCAP in Auftrag gegeben haben. Die Wirklichkeit ist davon jedoch ein großes Stück entfernt. Aktuell gibt es diverse Assistenzsysteme, die den Fahrer zwar unterstützen, aber keineswegs ersetzen.

Weil Fahrerassistenzsysteme immer häufiger eingesetzt werden, auch in der Kleinwagen- und Mittelklasse, wurden nun erstmals Autobahnassistenten in das NCAP-Testprogramm aufgenommen. Spurhalteassistenten (Lane Centering), Tempomaten und Abstandsregeltempomaten (ACC, Adaptive Cruise Control) von insgesamt zehn Herstellern wurden bewertet. Ergebnis: Fahrerassistenzsysteme bieten Komfort und dienen der Sicherheit, der Fahrer bleibt jedoch in der vollen Verantwortung und muss immer seine Hände am Steuer halten. Es gibt derzeit kein Fahrzeug auf dem Markt, das vollautomatisiert bzw. autonom fährt.

Der ADAC ist als Experte für Zukunftstechnologien der Mobilität ein wichtiger Partner für Euro NCAP, das europäische Testprogramm zur Sicherheitsüberprüfung von Neufahrzeugen. Elementarer Baustein für die Automatisierung ist die Fahrzeugvernetzung. Wie gut diese Systeme unter authentischen Bedingungen ineinandergreifen und funktionieren, prüft der ADAC auf dem Fliegerhorst in Penzing. „Hier sind Fläche und Straßenlänge vorhanden, um die Assistenzsysteme sicher und wirklichkeitsnah testen zu können. Und noch mehr: Unsere Vision ist ein weltweit vernetzter Innovationscampus, in den sich Firmen im IT- oder Hightech-Bereich integrieren lassen. Denkbar sind auch die Beteiligung einer Hochschule bzw. eine Akademie für Weiterbildung“, erklärt ADAC Vizepräsident für Technik, Thomas Burkhardt.

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