Erwartete Niederlage in Bietigheim

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Auswärts war für den Thüringer HC gegen die SG BBM Bietigheim nichts zu holen. Mit 23:36 (12:18) kassierte der THC eine deutliche Niederlage gegen den weiterhin ungeschlagenen Tabellenführer. Die Gastgeberinnen setzten den ersatzgeschwächten THC mit ihrem hohen Tempospiel von Beginn an unter Druck. Damit kamen die Gäste gerade in der zweiten Spielhälfte nicht zurecht. Im Tor zeigte Irma Schjött über die gesamte Spielzeit eine gute Torhüterleistung.

Mit je sechs Toren waren Xenia Smits (SG BBM) und Lamprini Tsakalou (THC) beste Werferinnen für ihre Mannschaften. Mit nur einer Torhüterin und neun Feldspielerinnen reiste der Thüringer HC nach Ludwigsburg. Da waren die Möglichkeiten schon vor Spielbeginn begrenzt. Mit einer tollen Parade startete Irma Schjött in die Begegnung, der eigene Angriff blieb im Abwehrblock der Gastgeberinnen hängen. In den ersten Minuten hielt der Thüringer HC gut mit. Dem ersten Tor von Danick Snelder folgte in der dritten Spielminute sofort die Antwort des THC – 1:1.

Zwei Minuten später lag die SG BBM mit 4:2 vorn. Mit dem Anschlusstreffer zu 4:3 hielt Anika Niederwieser ihre Mannschaft im Spiel. In der Abwehr zeigte sich der THC deutlich besser als vergangenen Mittwoch, trotzdem fand man gegen die schnellen Konter nicht die richtigen Mittel. Die Schwäbinnen zogen auf 6:3 davon. Die Gäste wehrten sich und mit Ehrgeiz im Abschluss gelang der 6:5 Anschlusstreffer. Noch mal verschärfte Bietigheim das Tempo und zog auf 9:5 davon.Herbert Müller reagierte und nahm das Team Timeout. Labrina Tsakalou tankte sich durch gut stehende Abwehr der SG BBM und verkürzte auf 9:6. Im Duell von der Strafwurflinie blieb Irma Schjött gegen Xenia Smits erfolgreich, auf der Gegenseite traf Anika Niederwieser zum 9:7. Mit schnellen Aktionen aus der Abwehr heraus setzten die Damen aus Bietigheim die Gäste immer wieder unter Druck. Im eigenen Angriff gingen leichtfertig einige Würfe am Tor vorbei. Sieben Minuten vor der Pause führten die Bietigheimerinnen mit 14:10. Markus Gaugisch nahm seine erste Auszeit und bat seine Mannschaft an die Seitenlinie.

Melinda Szikora verschaffte der Heimmannschaft mit ihren Paraden die nötige Sicherheit, vorne im Angriff klappte eigentlich fast alles. Kim Naidzinavicius traf doppelt aus dem Rückraum. Das Zuspiel von Kim Naidzinavicius auf Veronika Mala, die es mit einem Kempa-Trick versuchte, parierte Irma Schjött sehenswert. Beim Stand von 18:12 gingen die Teams in die Halbzeitpause. Die SG BBM Bietigheim legte nach der Pause vor. Knapp drei Minuten nach dem Wiederanpfiff traf Asli Iskit zum 19:13. Zu langsam bewegte sich die Thüringer Mannschaft in die eigene Spielfeldhälfte zurück und so dauerte es nur wenige Sekunden bis die Gastgeberinnen ihren 20. Treffer verbuchten. In einzelnen Aktionen zeigte sich der THC von seiner besseren Seite, konzentriert wurde das nächste Tor vorbereitet, Annika Meyer schloss ab – 21:14. Im Angriff leitete Asli Iskit das Spiel, die Abwehr lag in der Regie von Anika Niederwieser. Die Chancenverwertung wurde besser, der THC verkürzte auf 22:17, doch die Schwäbinnen antworteten auf der Gegenseite sofort. Beim Stand von 25:18 ging es in die Schlussviertelstunde. Bietigheim hielt das Tempo im Umkehrspiel hoch. In der 48. Minute netzte Trine Jensen Østergaard zur ersten Zehntoreführung ein – 29:19. Nach dem nächsten Treffer der SG nahm Herbert Müller eine weitere Auszeit.

Zehn Minuten vor dem Spielende verwandelte Asli Iskit per Siebenmeter zum 31:20. Schon jetzt ging nur noch um Ergebniskosmetik. Bietigheim zog sein Programm weiter durch und der THC tat sich schwer dagegenzuhalten. Die personellen Möglichkeiten waren begrenzt und so bekamen die Frauen wenig Erholungsmöglichkeiten. Mit deutlichen 36:23 musste sich der Thüringer HC gegen die SG BBM Bietigheim geschlagen geben. Der weiterhin ungeschlagene Tabellenerste untermauerte einmal mehr, den aktuellen Klassenunterschied zum Rest der Liga. Insgesamt wirkte das Auftreten des Thüringer HC besser als am vergangenen Mittwoch, aber wieder scheiterte man am schnellen Spiel des Gegnerinnen und der eigenen Chancenverwertung. Mit einem Sieg hatte im Vorfeld keiner gerechnet und für Herbert Müller war klar, dass man die Punkte in den anderen Spielen sammeln müsse.

Statistik:

SG BBM Bietigheim:
Melinda Szikora, Gabriela Dias Moreschi; Antje Lauenroth 1, Inger Smits, Luisa Schulze 5, Karolina Kudlacz-Gloc 5, Kim Naidzinavicius 4, Kelly Dulfer, Xenia Smits 6, Danick Snelder 5, Trine Jensen Østergaard 4, Julia Maidhof 2, Stine Jørgensen 1, Jenny Behrend, Veronika Malá 3.

Thüringer HC:
Irma Elisabet Schjött; Annika Meyer 2, Yuki Tanabe, Dominika Zachova 1, Asli Iskit 5/2, Anika Niederwieser 4, Labrina Tsakalou 6, Lydia Jakubisova 1, Kim Braun, Jennifer Rode 4. Strafwürfe: 0/1 – 2/2. Zeitstrafen: 1 – 0. Zuschauer: 751. Schiedsrichter: Ramesh Thiyagarajah/Suresh Thiyagarajah.

Bericht: Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

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