ERDLING sind mit neuer CD wieder am Start

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Als sich die Band ERDLING vor einigen Jahren in Osterode/ Förste gründete, dachte wohl kaum einer auch nur im Traum daran, das schon recht kurz nach Veröffentlichung ihres Debütsongs „Blitz und Donner“ sich das Projekt recht schnell vom Geheimtipp zu einer der angesagtesten Live- und Szene-Bands im deutschsprachigen Raum entwickeln würde.

Wie viele andere Bands und Musiker nutzte die Band ganz ohne Zeitdruck die Zeit der Pandemie für neue Songs und Sounds um daraus ihr neues Album entstehen zu lassen, das in Kürze erscheinen wird und den Namen HELHEIM tragen wird.

So reizen die Erdlinge auf Album Nummer 5 so richtig kraftvoll und lautstark ihre gesamte musikalische Bandbreite gehörig aus.
Dabei betreten sie furchtlos auch neue musikalische Räume und bleiben doch ihren Stärken und Tugenden hörbar treu.

„Wir haben uns viele Gedanken über die letzten Monate gemacht und miterlebt,
wie die Menschheit auf verschiedene Situationen reagiert.
Mit diesem Album unterstreichen wir einmal mehr unsere Haltung und Message.
Wir sehen Helheim nicht als Ort der Bestrafung und Ehrlosigkeit, sondern als Exil für all diejenigen, die unter der Haube weltbewegender Themen vergessen werden“, weiß Sänger Neill.

Musikalisch orientieren sich ERDLING sowohl an ihrem letztem erfolgreichen Werk „Yggdrasil“, das bereits 2020 der Band neue Rekorde bescherte, als auch an „Supernova“, das mit zu den beliebtesten Tonträgern der Combo gehört.
Egal, ob das progressive „Fimbulwinter“, das in Zusammenarbeit mit der Soundtrack-Sängerin „Julie Elven“ entstanden ist – oder das anklagende, rabiate „Der Mensch verdient die Erde nicht“ – das Quartett hat stets ein gutes Fingerspitzengefühl für aktuelle Themen.

„HELHEIM ist wahrscheinlich das rundeste Album, das wir je gemacht haben.
Es enthält all die Zutaten, die die Fans an der Band immer zu schätzen wussten.
Deshalb haben wir als Produzenten auch wieder Chris Harms (Lord of the Lost) ins Boot geholt, weil er unseren Sound am besten kennt und immer konstruktiv zu unserer Weiterentwicklung beigetragen hat.“

Munter entstanden so Hymnen, wie die erste Single „Wir sind Midgard“ oder „Wölfe der Nacht“ feat. Chris Pohl von Blutengel und sind ganz klar ERDLING pur.

Das verwundert auch nicht, denn nach vier erfolgreichen Alben und intensiven Touren, diversen Festivalauftritten (so auch auf dem ROCKHARZ ) lag die Messlatte für den Ex- Gittaristen der Band Stahlmann, Neill Freiwald und seinen Mitstreitern ziemlich hoch und stachelte die Band für ihre neuen Songs und zu großen Taten erst richtig an.

So merkt man den neuen Stücken deutlich an, dass die Herren ihre Hausaufgaben für das neue Album gründlich und ordentlich gemacht haben.

Mit intensivem metal- und gothiclastigem Sound und durchdachten deutschsprachigen Texten, die sich viel mit Beziehungen, Gefühlen, der Kälte in den Herzen und der verrohenden Gesellschaft beschäftigen, aber auch mit inneren Ängsten und Dummheit, rocken die Herren auf ihrem neuen Album dann auch frisch, munter und voller Spielfreude gewaltig und ordentlich drauf los.
So bilden treibende Elektronikelemente, harte E-Gitarren und stampfender Rhythmus in ihren neuen starken Stücken, gepaart mit gesunder Härte und aussagekräftigen Texten, zwar das Gerüst des aktuellen Werks der Band, trotzdem setzt ERDLING immer wieder auf harmonische Melodien und eingängige Refrains um ihre neuen Songs abzurunden,

Aber trotz aller teils gewaltigen Wucht vieler Songs hat die Band immer wieder den Anspruch über die „starren Grenzen“ der Szene zu schauen und auch mal poppigere oder auch durchaus ungewohnte härtere Töne anzuschlagen.

So spielen ERDLING wieder ganz geschickt bewusst mit den Klischees der NDH
(Neue deutsche Härte) und Deutsch Rock Szene, verbinden geballte Energie und harte, moderne, deutschsprachige Rockmusik zu ihrem ganz eigenen hörenswerten Mix.

So ist das neue Werk „HELHEIM“ ehrlich, sehr eingängig, aber auch teilweise überraschend, mit viel frischem Wind und irgendwo zwischen Eisbrecher, Stahlmann, Megaherz, Oomph & Co anzusiedeln, aber trotzdem unverkennbar ERDLING!

Stefan Peter Text + Foto

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