„Endlich mal was Positives“

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Im Berufsschulzentrum Nordhausen, im Schulteil Morgenröte, hat jetzt anlässlich des heutigen Welt-AIDS-Tages eine Lesung und Gesprächsrunde zum Thema HIV und AIDS statt. In Kooperation mit Kathrin Wolff vom Gesundheitsamt haben die Auszubildenden der Gesundheits- und Krankenpflege aller drei Lehrjahre diese Veranstaltung organisiert. Diese war eine von zahlreichen Veranstaltungen, die jedes Jahr anlässlich des Welt-Aids-Tages von der HIV-Beraterin des Landratsamtes Nordhausen Kathrin Wolff für und mit Schulen unseres Landkreises organisiert werden.

Zu Gast war ein ganz besonderer Mensch – Matthias Gerschwitz. Er ist Botschafter des Welt-Aids-Tages und Protagonist der Welt-AIDS-Tag-Kampagne 2010. Für den ersten Band seines Buches „Endlich mal was Positives“ wurde er mit dem Annemarie-Madison-Preis 2010 ausgezeichnet.

In ganz beeindruckender Art und Weise erzählte er den Auszubildenden aus seinem Leben und die Geschichte seiner 1994 festgestellten HIV-Infektion. Seine Erzählungen untermalte er durch entsprechende Textstellen aus seinem Buch. Als M. Gerschwitz dann die Bekanntgabe seiner Diagnose vorlas, waren die Zuhörer emotional berührt. Gespannt folgten die Schüler den weiteren Ausführungen insbesondere zum Umgang mit dieser Erkrankung. Offene Fragen konnten geklärt werden u.a. zum Unterschied zwischen HIV und AIDS. Interessant und neu war sicherlich auch, dass durch die erfolgreiche Therapie eine Absenkung der Viruslast unter die Nachweisgrenze
(< 20 Kopien/ml Blut) erreicht werden kann. Ist dies über einen längeren Zeitraum der Fall, gilt der Betroffene sogar nicht mehr als infektiös. Dennoch kann die Therapie HIV nicht heilen, aber sie ermöglicht den meisten HIV-positiven Menschen ein (fast) normales Leben. Zum Ende seiner Lesung appellierte der Autor unbedingt auf Schutzmaßnahmen zu achten und plädiert eindeutig für „Safer Sex“! HIV kann jeden treffen, egal ob Mann oder Frau, ob homo-, bi- oder heterosexuell. Das Virus ist nicht wählerisch! Durch seine optimistische, fröhliche und teils provokative Art hat es Matthias Gerschwitz geschafft, seine Zuhörer zu begeistern. Er hat gezeigt, dass man auch mit einer unheilbaren Krankheit zukunftsorientiert leben kann. Und das ist doch was Positives! Matthias Gerschwitz verabschiedete sich mit den Worten: „Positiv denken, aber negativ bleiben! Wir danken für diese gelungene Veranstaltung! Anja Manzke (Koordinatorin Gesundheit) Foto:Anja Manzke

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