Einzug ins OLYMP Final4 geschafft

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Einzug ins OLYMP Final4 geschafft

In einem spannenden Spiel gewann der Thüringer HC gegen den Gastgeber VfL Waiblingen das Viertelfinale um den DHB-Pokal mit 27:26 (10:11). Das Corona-geschwächte Team aus Thüringen tat sich bis zur letzten Sekunde schwer gegen den Zweitligisten. Einen Sieger musste es geben und so lag das Glück aufseiten des Thüringer HC, als Kerstin Kündig den fünften Strafwurf nach Ablauf der regulären Spielzeit verwandelte. Die Tigers hatten lange den Einzug ins Final4 vor Augen und Torfrau Celina Meißner konnte sich mit großartigen Paraden gegen den Thüringer HC auszeichnen.
Beste Werferin für die Tigers war Sinah Hagen mit acht Treffern. Sechs Tore erzielte Kerstin Kündig für den Thüringer HC.

Nach langer Corona bedingter Pause, extrem anstrengender und kurzer Vorbereitung ging es gegen den VfL Waiblingen um den Einzug ins OLYMP Final4.
Laura Kuske klärte gleich im ersten Angriff der Schwäbinnen und auf der Gegenseite netzte Anika Niederwieser zur ersten THC-Führung ein. Die Tigers glichen postwendend aus. In der 6. Minute stand ein 2:2 auf der Anzeigetafel. Die Gastgeberinnen gaben richtig Gas. VfL-Torfrau Celina Meißner zeigte zwei starke Paraden und so schaffte ihr Team die Zweitoreführung zum 4:2. Das Zusammenspiel zum Kreis funktionierte in dieser Phase bei den Gästen, Josefine Huber erzielte nach sicherem Anspiel das 4:5. In der 12. Minute traf Annika Meyer zum 5:5, damit blieb das Spiel offen, auch wenn Waiblingen erneut vorlegte. Celina Meißner überzeugte im Tor der Tigers und verhinderte immer wieder den Ausgleich bzw. die Führung der Gäste. Waiblingen versteckte sich nicht gegen den Erstligisten und spielte mit hohem Tempo munter drauflos. Der THC, nach der Coronapause noch deutlich gehandicapt, hielt dagegen. Der Aufbau des eigenen schnellen Tempospiels war beim THC nicht zu erwarten, da musste man schon technische Fehler der Gastgeberinnen abwarten, um diese zu verwerten. Herbert Müller hatte an der Seitenlinie einiges zu tun, um seine Spielerinnen nicht zu überlasten und so wurde schon in der ersten Spielhälfte oft gewechselt. In der 18. Minute reagierte der THC-Coach und zog erstmals die grüne Karte.
Mit einer 8:6-Führung für den letzten im Wettbewerb verbliebenen Zweitligisten ging es in die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit. Mit starken Wurf aus dem Rückraum baute Mariel Wulf die Führung auf drei Tore aus – 9:6. Lamprini Tsakalou verkürzte wieder auf zwei. Anika Niederwieser nutzt ihre Chance vom Kreis und verkürzte mit ihrem dritten Tor auf 10:9. Das war das Signal für die Tigers, Team Timeout durch Thomas Zeitz. Das Spiel blieb weiterhin offen, auch wenn die Schwäbinnen weiterhin vorlegten. Laura Kuske zeigte gute Paraden und musste einiges einstecken. Mehrmals kassierte sie direkte Körper- und Kopftreffer, konnte zum Glück immer weiter spielen. Sie trug deutlich dazu bei, dass der THC auf Tuchfühlung blieb. In die Halbzeitpause ging es mit einem 11:10 für die Zweitligadamen des VfL Waiblingen.

Die Gäste starteten mit einem technischen Fehler, Kerstin Kündig glich damit zum 11:11 aus. Die Tigers ließen nichts anbrennen und zogen erneut mit zwei Toren davon. Nach dem erneuten Ausgleich zum 13:13, traf Samira Brand nur den Pfosten. Anika Niederwieser setzte sich durch brachte den THC wieder in Führung – 13:14. Das Spiel hatte sich gedreht, der VfL lief nun dem einen Führungstor der Gäste hinterher. Dem Ausgleich der Tigers folgt der Führungstreffer der Gäste. Kerstin Kündig netzte von der Strafwurflinie zum 15:14 für den THC ein. Rabea Pollakowski machte es ihr auf der Gegenseite zum 15:15 nach (39. Minute). Die Thüringerinnen spielten nach Zeitstrafe von Josefine Huber in Unterzahl, Herbert Müller ersetzte Laura Kuske durch die siebte Feldspielerin. Waiblingen nutzt die Überzahl und übernahm zu Beginn der 43. Spielminute mit 18:16 die Führung. Wieder kamen die Gäste her ran und glichen zum 18:18 aus. Zudem musste der THC ab der 45. Minute auf Josefine Huber verzichten, die verletzt vom Spielfeld getragen wurde. Nach Ballverlust der Tigers bot sich die Chance für den THC die Führung zu übernehmen. Nach technischem Fehler der Gäste glich Mariel Wulf aus. Es blieb eng und beim Stand von 20:20 ging es in die letzten zehn Spielminuten. Kerstin Kündig verwandelte den vierten Strafwurf des THC sicher, doch der Ausgleich folgte sofort. Der THC musste in Unterzahl verteidigen, da sich Anika Niederwieser das Spiel für zwei Minuten von der Bank anschauen musste. Beim Stand von 23:24 verwarf der VfL, für die Thüringerinnen die Chance die Führung auszubauen. Herbert Müller gönnte seiner Mannschaft etwas Ruhe und nahm die zweite Auszeit, auch um die Taktik für die letzten sieben Minuten zu besprechen. Egal was der Thüringer HC versuchte, die Tigers hatten immer die passende Antwort parat und glich aus. Zudem machte Celina Meißner, genauso wie Laura Kuske einen tollen Job im Tor. Mit einem sehenswerten Treffer legte Lamprini Tsakalou vor, doch die Schwäbinnen zogen sofort nach – 25:25. Fünfzig Sekunden vor dem Abpfiff glich Waiblingen zum 26:26 aus, eine Verlängerung war im Bereich des Möglichen. Noch einmal nahm Herbert Müller eine taktische Auszeit, noch 29 Sekunden bis zum Abpfiff. Die Uhr tickte herunter, noch ein Strafwurf für den Thüringer HC. Kerstin Kündig hatte es in der Hand und verwandelte nach Ablauf der regulären Spielzeit zum 26:27-Endstand.
Damit qualifiziert sich der THC, nach einem bis zur letzten Sekunde spannenden Spiel, gegen sich wacker schlagende Tigers für das OLYMP Final4 im Mai.

Statistik:
VfL Waiblingen: Branka Zec, Svenja Wunsch, Celina Meißer 1; Vanessa Nagler 1, Julia Schraml 1, Sinah Hagen 8, Lena Klingler, Samira Brand 4, Caren Hammer, Mariel Wulf 5, Leonie Henkel, Vivien Jäger 1, Rabea Pollakowski 5/2.

Thüringer HC: Laura Kuske, Carmen Berndt; Annika Meyer 2, Yuki Tanabe 2, Dominika Zachova 1, Asli Iskit 1, Anika Niederwieser 5, Lamprina Tsakalou 3, Kerstin Kündig 6/5, Lydia Jakubisova, Johanna Reichert 1, Kim Braun, Jennifer Rode, Josefine Huber 4, Miranda Schmidt-Robben 2.

Strafwürfe: 2/2 – 5/5.

Zeitstrafen: 1 – 2.

Zuschauer: 150.

Schiedsrichter: Thomas Kern/Thorsten Kuschel.

Bericht: Bernd Hohnstein/Andreas Hofmann

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