Ein- und Ausblick in den Klinikalltag

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Physiotherapiepraktikanten berichten über ihre Erfahrungen

Dass in einem Krankenhaus nicht nur Ärzte, Schwestern und Pfleger für die Genesung der Patienten zuständig sind, wissen meist nur die, die selbst bereits in einer Klinik behandelt werden mussten. Victor Rachieru und Michelle Hottenrott absolvierten in den vergangenen sieben Wochen ein Praktikum in der Physiotherapie der HELIOS Klinik Bleicherode und lernten so das Aufgabenspektrum und den Klinikalltag eines Physiotherapeuten kennen.

Bleicherode – Morgens halb neun geht es los: Dann erhalten Victor Rachieru und Michelle Hottenrott ihre Behandlungspläne als Physiotherapeuten in der HELIOS Klinik Bleicherode, die ihnen den Ablauf ihres bevorstehenden Klinikalltages aufzeigen. „Jeder Tag ist anders. Das ist einer der vielen Gründe, dir mir an diesem Beruf so gefallen“, sagt Michelle Hottenrott, 19 Jahre, aus Gerterode im Eichsfeld. Sie und ihr Kollege Victor, 28 Jahre jung aus Nordhausen, befinden sich im dritten Jahr ihrer Ausbildung zum Physiotherapeuten. Das Praktikum in der Klinik ist Pflicht und stellt nur eine von insgesamt zehn Stationen während ihrer Ausbildungszeit dar.

Michelle – in der Abteilung für Physiotherapie werden die Therapeuten geduzt – war bereits in Mühlhausen und Sondershausen tätig und konnte bereits Erfahrungen in anderen medizinischen Fachgebieten sammeln. Der Bereich Orthopädie gefällt ihr bisher jedoch am besten. „Der Einsatz von Endoprothesen und die anschließende Rehabilitation haben mich beeindruckt. Diesen medizinischen Weg – von der Operation, über die Mobilisation bis hin zur weiterführenden Betreuung in der Physiotherapie – zu beobachten und zu unterstützen, finde ich sehr spannend“, sagt die angehende Physiotherapeutin.

Auch ihr Kollege Victor ist vom Praktikum in der HELIOS Klinik Bleicherode überzeugt. „Die Arbeit war sehr abwechslungsreich. Wir wurden sofort im Team integriert und haben uns hier sehr wohl gefühlt“, erzählt er. Victor verfügt bereits über ein abgeschlossenes Sportstudium. Diese Kenntnisse kann er in die Arbeit als Physiotherapeut gut einbringen und hofft auf eine Zukunft im Bereich medizinisch-sportlicher Rehabilitation. Während seiner bisherigen Praktika konnte er unter anderem Erfahrungen im Bereich Neurologie sammeln, die ihn beeindruckt haben. „In der Neurologie wird deutlich, dass jeder Patient aufgrund seiner Krankheit und medizinischen Vorgeschichte anders auf die Therapien reagiert. Das ist sehr spannend zu beobachten und macht den Reiz unserer Tätigkeit aus“, sagt er.

Die Arbeit mit Menschen und im Team gefällt den beiden Auszubildenden. Der Teamgeist in der Bleicheröder Fachklinik für Orthopädie hat die beiden positiv überrascht. „Die Ärzte haben sich vorgestellt und uns gleich mit einbezogen. Wir wurden gut angelernt, niemals mit einer Situation allein gelassen und konnten immer Fragen stellen. Gleichzeitig wurde uns auch viel Vertrauen und Verantwortung übertragen, was mir sehr gefallen hat“, sagt Michelle Hottenrott. Zu Beginn ihres Praktikums begleiteten sie die gelernten Physiotherapeuten bei ihrer Arbeit mit den Patienten. Im nächsten Schritt durften sie selbst Therapien durchführen, jedoch immer unter Aufsicht ihrer Mentoren. In den letzten Wochen ihrer Praktikumszeit behandelten sie dann auch selbstständig Patienten in der Klinik. „Wir haben hier viel gelernt und die Arbeit in unserem Team war die Beste, die wir bisher kennengelernt haben“, sagt Michelle. Um sich noch besser in das Krankheitsbild ihrer Patienten hineinzudenken, durfte sie sogar bei einer Knieoperation dabei sein. „Das war eine tolle Erfahrung, denn die Operateure haben mich mit einbezogen und mir ihre Schritte ganz in Ruhe erklärt – so als wäre ich Teil des OP-Teams. Das war für mich nicht selbstverständlich.“

In einem weiteren Punkt sind sich Victor Rachieru und Michelle Hottenrott am Ende ihrer Praktikumszeit in der HELIOS Klinik Bleicherode auch einig: „Das Klinikessen war richtig gut. Das hatten wir nun wirklich nicht erwartet!“

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