Ein Behandlungsfall in einem Thüringer Krankenhaus kostete 2017 durchschnittlich 4 383 Euro

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Im Jahr 2017 fielen in den 43 Thüringer Krankenhäusern Gesamtkosten in Höhe von rund 2 835 Millionen
Euro an. Damit stiegen die Gesamtkosten nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik
gegenüber dem Jahr zuvor um 106,2 Millionen Euro bzw. 3,9 Prozent.

Rund zwei Drittel der Gesamtkosten (1 772 Millionen Euro bzw. 62,5 Prozent) waren, wie bereits in den
Vorjahren, Personalkosten. Im Jahr 2017 wurde etwa ein Drittel der Personalkosten (606 Millionen Euro
bzw. 34,2 Prozent) für den ärztlichen Dienst verausgabt, 526 Millionen Euro bzw. 29,7 Prozent für den
Pflegedienst, 248 Millionen Euro (14,0 Prozent) für den medizinisch-technischen Dienst und 177 Millionen
Euro (10,0 Prozent) für den Funktionsdienst.

Mit 1 024 Millionen Euro entfiel mehr als ein Drittel der Gesamtkosten der Krankenhäuser (36,1 Prozent)
in 2017 auf Sachkosten. Gegenüber 2016 erhöhten sich diese Ausgaben um 40 Millionen Euro
bzw. 4,1 Prozent. Von den Sachkosten entfiel im vergangenen Jahr rund die Hälfte (517 Millionen Euro
bzw. 50,4 Prozent) auf den medizinischen Bedarf, wie z.B. Arzneimittel, ärztliches und pflegerisches
Verbrauchsmaterial, Instrumente, Narkose- und sonstiger OP-Bedarf, Laborbedarf und Implantate.
Im Jahr 2017 betrugen die pflegesatzfähigen Kosten 2 545 Millionen Euro, rund 86 Millionen Euro bzw.
3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die pflegesatzfähigen Kosten stellen die Gesamtkosten bereinigt
um Bestandteile dar, die nicht im unmittelbaren Zusammenhang mit der stationären Leistungserbringung
anfallen, wie z.B. Kosten der Ambulanz sowie Kosten für wissenschaftliche Forschung und Lehre.

Auf die Berechnungs- und Belegungstage bezogen, lagen die bereinigten Kosten im Jahr 2017 bei
577 Euro, 31 Euro mehr als im Jahr 2016. Bei einer durchschnittlichen Verweildauer der stationär behandelten
Patienten von 7,6 Tagen ergaben sich rein rechnerisch Kosten in Höhe von 4 383 Euro pro
Behandlungsfall (2016: 4 178 Euro). Die Kosten je aufgestelltes Bett betrugen 161 389 Euro und erhöhten
sich gegenüber dem Jahr zuvor um 4,1 Prozent.

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