Eigenbedarf: Was Vermieter dürfen, wie Mieter sich wehren können

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Der häufigste Grund für die Kündigung einer Wohnung durch den Vermieter ist Eigenbedarf. Diesen muss der Eigentümer jedoch nach­weisen. Benötigt er die Wohnung für sich oder seine Familie, kann er den Miet­vertrag kündigen. Der Eigenbe­darfs­kündigung sind jedoch Grenzen gesetzt. Über­schreitet der Vermieter sie, ist die Kündigung unwirk­sam. test.de erklärt, was Vermieter beachten müssen und wie Mieter sich wehren können.

Triftiger Grund erforderlich

In bestimmten Fällen kann der Vermieter wegen Eigenbedarf kündigen. Er darf ihn geltend machen, wenn er seine Wohnung für sich selbst oder für Familie und nahe Verwandte braucht. Zulässig ist die Eigenbe­darfs­kündigung zugunsten von:

Groß­eltern, Eltern, Kindern, Enkeln
Geschwistern
Schwieger­eltern
Stief­kinder, Nichten und Neffen
Ehegatten und einge­tragenen Lebens­part­nern und nicht­ehelichen Lebens­part­nern
Haus­halts- und Pflege­personal

Der Vermieter darf den Miet­vertrag auch kündigen, wenn er die Wohnung beruflich nutzen möchte. Etwa, wenn er sie zur Kanzlei oder Praxis macht. Ein weiterer Grund können ernste wirt­schaftliche Probleme des Vermieters sein. Dann darf er seinen Mietern kündigen, wenn er dadurch beim Verkauf der Immobilie viel höhere Einnahmen erzielen kann.

Wann Mieter bleiben dürfen

Der Eigenbedarf des Vermieters kann noch so eindeutig sein: In besonderen Härtefallen dürfen Mieter trotzdem in der Wohnung bleiben. Das ist immer dann der Fall, wenn „die vertrags­mäßige Beendigung des Miet­verhält­nisses für den Mieter oder seine Familie eine Härte bedeuten würde, die auch unter Würdigung der berechtigten Interessen des Vermieters nicht zu recht­fertigen ist.“ Selbst wenn Mieter nicht von den Härtefall­regeln profitieren, können sie die Kündigung ihres Vermieters in bestimmten Fällen dennoch abwenden. Unser Artikel erklärt, unter welchen Voraus­setzungen das möglich ist.

(lesen Sie hier weiter….)

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