Durstlöscher für Gartenvögel

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NABU Thüringen: Vogeltränken aufstellen und auf Sauberkeit an den Trinkgelegenheiten achten

Jena – Wenn es draußen trocken und warm ist, haben nicht nur wir Menschen großen Durst. Auch unsere Gartenvögel leiden sehr unter der Trockenheit und brauchen dringend etwas zu trinken. Die wenigen verbliebenen natürlichen Wasserstellen sind bereits ausgetrocknet. Pfützen gibt es gar nicht mehr, sogar in manchen Gräben steht nur wenig Wasser. „Es ist ein trauriges Bild, welches sich zurzeit in Thüringen zeichnet. Die lange Trockenperiode macht unseren Vögeln schon sehr schaffen“, sagt Klaus Lieder, der Sprecher des Landesfachausschusses für Ornithologie beim NABU Thüringen. „Daher ist es spätestens jetzt wichtig unseren gefiederten Freunden auf der Terrasse oder dem Balkon eine Trinkgelegenheit anzubieten.“

Damit die Hilfe auch tatsächlich bei den Vögeln ankommt, gibt es laut NABU einige Regeln zu beachten. Ansonsten können sich die Tiere beim Trinken und der momentanen Hitze leicht mit Krankheitserregern infizieren. Übrigens freuen sich nicht nur Vögel über Wasserstellen, sondern auch zahlreiche Insekten, Igel oder Eichhörnchen. Klaus Lieder konnte an seiner eigenen Vogeltränke schon einiges beobachten: Amsel, Feldsperling, Haussperling, Blaumeise, Kohlmeise, Dorngrasmücke und Wespen waren schon zu Gast.

„Vor allem sollte man aber auf die Sauberkeit an den Tränken achten. Bei großer Hitze können sich sonst sehr schnell Krankheitserreger bilden, die den Tieren gefährlich werden können. Tägliches Wechseln des Wassers und Reinigen des Gefäßes sind ein absolutes Muss“, so Klaus Lieder. Für die Reinigung reicht eine Bürste und kochendes Wasser vollkommen aus. Außerdem wird durch die Reinigung und den Wasserwechsel vermieden, dass Stechmücken herangezogen werden. „Der Standort der Vogeltränke muss ebenso wohl überlegt sein. In der näheren Umgebung darf es keine Versteckmöglichkeiten für Katzen gegen“, erklärt der NABU-Vogelexperte. Viel zu schnell werden Vögel sonst zur leichten Beute von Stubentigern.

Eine Auswahl an Vogelbädern gibt es im Gartenhandel. Eine flache Schüssel oder ein Blumentopf-Untersetzer sind ebenfalls gut geeignet. Wichtig ist es auch, dass der Boden der Tränke rau ist, so dass die Vögel genügend Halt haben und nicht rutschen. Vögel baden auch gerne in Sand, um Parasiten loszuwerden. Wer nur einen gepflasterten Hof hat, kann dort auch ein Sandbad in einer flachen Schale einrichten. Manche Arten wie der Haussperling nutzen Staubbäder zur Gefiederpflege. Andere nehmen Sonnenbäder, etwa Amsel, Zaunkönig und Rabenkrähe.

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