Drei Länder – drei Pilotprojekte zur HPI-Schul-Cloud

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Thüringen, Brandenburg und Niedersachen erproben bis Mitte 2021 – unabhängig voneinander – die HPI Schul-Cloud auf Basis der Zusammenarbeit mit dem Potsdamer Hasso-Plattner-Institut (HPI) und der gleichen Anwendungsarchitektur: Thüringer Schulcloud, Schul-Cloud Brandenburg und Niedersächsische Bildungscloud. Die Spitzen der Kultusministerien der drei Länder haben jetzt eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, wonach der Betrieb und die bedarfsorientierte Weiterentwicklung der HPI Schul-Cloud auch nach dem Ende der länderspezifischen Pilotprojekte sichergestellt werden soll.

Digitale Bildung setzt eine zeitgemäße technische Ausstattung der Schulen voraus, mit Hilfe derer sich Pädagogik zeitgemäß und individuell durch entsprechende Software-Anwendungen gestalten lässt. Dabei stehen die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern sowie die Lehrkräfte im Mittelpunkt. Im Fokus der länderübergreifenden Zusammenarbeit steht eine nachhaltig angelegte, hoheitlich datensouveräne und rechtssichere Weiterentwicklung der HPI Schul-Cloud auf Open-Source-Basis. Ziel ist ein sicherer und stabiler Betrieb für die schulische und berufliche Bildung.

Brandenburgs Bildungsstaatssekretärin Ines Jesse: „In unserem Land ist die Schul-Cloud Brandenburg inzwischen für rund zwei Drittel aller Schulen ein hervorragendes Instrument für den Präsenz-, aber auch den pandemiebedingten Distanz-Unterricht. Die Arbeit mit und in der Schul-Cloud auf Basis der HPI-Infrastruktur ist aus dem schulischen Alltag nicht mehr wegzudenken. Diese Struktur gilt es zu sichern. Deshalb bin ich sehr froh über die gemeinsame Vereinbarung mit Niedersachsen und Thüringen.“

Niedersachsens Staatssekretärin im Kultusministerium Gaby Willamowius: „Nicht zuletzt die Corona-Pandemie und die damit beschleunigten Anforderungen an digitales Lernen hat uns vor Augen geführt, dass wir mit unserer Bildungscloud auf dem richtigen Weg sind. Das zeigen auch die mehr als 1.300 Schulen in Niedersachsen, die inzwischen mit dem vorzeitig geöffneten kostenlosen Piloten arbeiten. Damit bieten wir unseren Schulen eine datensichere, entwicklungsfähige und leistungsfähige Cloudlösung auch bei hohen Zugriffszahlen. Die länderübergreifende Zusammenarbeit erweitert unsere Möglichkeiten, aus unterschiedlichen Erfahrungen heraus optimale Lösungen zu entwickeln.“

Thüringens Bildungsstaatssekretärin Dr. Julia Heesen: „Vom Pilotprojekt zum digitalen Lerninstrument für über 200.000 Schülerinnen und Schüler in Thüringen: Die HPI-Schulcloud hat innerhalb nur eines knappen Jahres eine rasante, zuvor nicht für möglich gehaltene Entwicklung vollzogen. Ohne die länderübergreifende Kooperation bei dem Projekt wäre das nicht möglich gewesen. Diese gemeinsame Triebkraft wollen wir beibehalten und die Schulcloud weiter verbessern.“

Unter Berücksichtigung einer Finanzierung aus Mitteln des DigitalPakts Schule 2019 – 2024 sollen:

· die Überlegungen zur Schaffung gemeinsamer Arbeitsstrukturen weiterverfolgt werden,

· zentrale Aufgaben gemeinsam erledigt werden, insbesondere die weitere Programmierung und Entwicklung von Softwarefeatures, die Einbindung von Bildungsinhalten, der User-Support, die Berücksichtigung von Anforderungen aus der IT-Security oder des Datenschutzes gemäß Datenschutzgrundverordnung,

· vorhandene Landeslösungen aufgegriffen und bedarfsgerecht mit der jeweiligen länderspezifischen Cloud-Adaption verbunden werden (z. B. Thüringer Schulportal, weBBschule Brandenburg, ID-Management Niedersachsen).

Die verstärkte länderübergreifende Kooperation ist eine wichtige Fortsetzung der bisherigen Vorbereitungen mit Hilfe des Thüringer Instituts für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung u. Medien, der „Landesinitiative n-21: Schulen in Niedersachsen online e. V.“ und der DigitalAgentur Brandenburg.

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