Digitalisierung und Agilität brauchen Vertrauen

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Nordhausen (HSPN) Darüber berichteten und diskutierten „New Worker“ und interessiert Unternehmer der Region im Audimax der Hochschule Nordhausen.

Am Dienstag gab es eine Premiere in Nordhausen: Im Audimax fand das erste Treffen, ein sogenanntes Meetup, der Gemeinschaft „New Work Thüringen“ statt. Jene Zusammenkünfte gab es bisher lediglich in Thüringens Metropolen. Ziel dieser Veranstaltung ist die lockere Sensibilisierung und das offene Austauschen über die Herausforderung der Führung von Unternehmung im 21. Jahrhundert. Es fallen Schlagworte wie Digitalisierung, Agilität, Selbstorganisation und Partizipation.

Im Fokus des ersten Impulsvortrages von Marcus Funk stand das Thema „Vertrauen lernen und Kultur entwickeln“. Marcus Funk ist Geschäftsführer der FLYACTS GmbH (Jena) und berichtete überaus begeisternd vom Werdegang seines Unternehmens. Seit 2013 verlangte jedes Jahr neue Herausforderungen und einen stetigen Wandel von innen heraus.

Jens-Michael Ruppelt, von der N3 Engine Overhaul Services GmbH & Co. KG (Arnstadt) sprach im zweiten Impulsvortrag eindrucksvoll über Vertrauen und dem Spagat zwischen perfektionierter Qualität und mutiger/authentischer Fehlerkultur: Er leitet in einem Unternehmen, das höchste Ansprüche an die Qualität seiner Produkte hat, eine Abteilung (Head of IT), deren Tagesgeschäft auch das Vertrauen in ergebnisoffene Prozesse beinhaltet.

Im Anschluss leiteten beide Impulsredner je einen offenen Workshop, die sich schnell zu einem intensiven Austausch unter den Teilnehmern entwickelte. Thomas Rzepus resümierte den Workshop von Marcus Funk mit einer Reihe an wesentlichen Prinzipien des neuen Arbeitens. Zum Beispiel, dass eine neue Führungskultur lediglich einen Rahmen setzt, den die Teams selbst ausgestalten dürfen, können und wollen. Dies ergriff Dr. Kareen Schlangen, die den Workshop von Jens-Michael Ruppelt zusammenfasste: Sie fragte, ob Teilnehmer bereits am nächsten Tag etwas verändern werden – Ja, einige meldeten sich prompt und verkündigten stolz konkrete Maßnahmen der Veränderung in Richtung „New Work“.

Organisiert und unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Gründerservice der Hochschule Nordhausen (Dr. Kareen Schlangen), dem HORIZONT e.V. Nordhausen (Thomas Rzepus), dem Projekt Mentoring des Thüringer Zentrum für Existenzgründung und Unternehmertum (Stephanie Kespohl), den Wirtschaftsjunioren Nordthüringen (Matthias Kresel) sowie dem Unternehmen proagile.de (Christian Müller). Ein zweites Meetup zum Thema „New Work“ wird es in Nordhausen geben – allein schon aufgrund des überaus positiven Feedbacks aller Teilnehmer.

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