Digital unterstützte Physiotherapie

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AOK PLUS und eCovery starten Pilotprojekt

Die AOK PLUS und das Startup eCovery treiben ein hybrides Therapieangebot für Menschen mit Rücken-, Hüft- und Knieschmerzen voran. Mit einem Pilotprojekt testen sie zusammen mit Physiotherapeuten und Patienten die Kombination von Physiotherapie und digitalem, App-basiertem Training. Ziel ist eine schnellere Schmerzlinderung für die Patienten.Therapeuten, die an dem Projekt teilnehmen, können ihren Patienten zusätzlich zur physiotherapeutischen Behandlung die Therapie-App von eCovery anbieten. Sie ermöglicht den Patienten, zwischen und nach den ärztlich verordneten Krankengymnastikeinheiten mit Hilfe von Videos zu Hause zu trainieren und eine schnellere Linderung der Beschwerden zu erreichen.

Die Therapie-App eCovery ist ein Medizinprodukt, das sich dem Trainingsfortschritt und dem Schmerzempfinden der Nutzer individuell anpasst. „Durch die Verzahnung von Vor-Ort-Therapie und App wollen wir die Patienten dabei unterstützen, die für sie passenden Übungen auch außerhalb der Physiotherapiesitzungen zu trainieren“, sagt Rainer Striebel, Vorstand der AOK PLUS. „Von der längerfristigen Integration des App-basierten Trainings in den Alltag der Menschen versprechen wir uns einen nachhaltigen Therapieerfolg für die Patienten.“

App passt sich den Patienten an
Im Rahmen des Pilotprojekts wird die App den teilnehmenden Patienten für bis zu sechs Monate zur Verfügung gestellt. Im ersten Abschnitt werden sie parallel in sieben Sitzungen in der Physiotherapiepraxis behandelt – einer mehr als den üblicherweise verordneten sechs Krankengymnastikeinheiten. Die Therapeuten stimmen dabei die physiotherapeutischen Behandlungen eng mit den App-Übungen ab. Im zweiten Abschnitt setzen die Patienten die Therapie mit der App eigenständig fort. Die Kosten trägt die AOK PLUS.

„Das Projekt ist beispielhaft für die Zusammenarbeit von Krankenkassen und Startups“, sagt Benedict Rehbein, Geschäftsführer von eCovery. „Die AOK PLUS-Experten haben uns dabei auf Herz und Nieren geprüft – und das ist auch gut so, denn der Nutzen für die Patienten steht immer im Vordergrund. Das Pilotprojekt ist eine belastbare Vorlage für weitere Krankenkassen bundesweit.“

Sachsen bei Physiotherapien bundesweit mit an der Spitze
Bei der Zahl den physiotherapeutischen Behandlungen liegt Sachsen im Bundesvergleich auf Platz 2. Das geht aus dem aktuellen Heilmittelbericht des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor. 5.151 physiotherapeutische Behandlungen je 1.000 GKV-Versicherten wurden im Freistaat im Jahr 2020 abgerechnet. Nur Sachsen-Anhalt zählte mehr. Der bundesweite Durchschnitt lag bei 3.436 Behandlungssitzungen.

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