Die Vollgasrocker von Ohrenfeindt wissen es: „Das Geld liegt auf der Strasse“

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Sankt Pauli rockt, heißt es seit 1994 und gemeint ist damit ausnahmsweise mal nicht der Fußballclub aus Hamburg, sondern ein munter musizierendes Power Trio namens Ohrenfeindt.

Mit drei bis vier druckvollen und markanten Akkorden, einer knackigen abgehangenen Stromgitarre, einem coolen treibenden, mal rockigen, mal blusigen Rhythmus vom Schlagzeug und einen tief hängendem Bass, das Ganze verknüpft mit einer röhrenden Reibeisenstimme haben die Vollblutmusiker, ob live oder von CD in den letzten Jahren gehörig und lautstark auf sich aufmerksam gemacht.

So glänzt die Band immer wieder mit bodenständigem Rock’n Roll – der mal mehr oder weniger bewusst an die großen australischen Vorbilder von AC /DC erinnert mit lauten, aber auch mit leisen Klängen.
Das Ganze altbewährt und geradeaus mit einer großen Portion hörbarem Spaß, garniert mit deutschsprachigen charmanten und sehr durchdachten Texten, ist dieser kraftvolle Sound genau das was von den Musikern erfunden und den original Hamburg St. Pauli Kiezrock ausmacht.

Das nunmehr neunte Studioalbum erzählt in ihren neuen Songs genau die Geschichten, die das Leben so schreibt.
Dabei stellen die Musiker fest, das das Geld auf der Strasse liegt und man es eben nur aufheben muss und dabei wissen sie ganz genau „Du brauchst Rock“ und zelebrieren diesen hier aufs Feinste, bevor sie augenzwinkernd „Motocross im Treppenhaus“ fahren, wo sie mal eben „Mona Lisa“ begegnen und mit stimmlicher Unterstützung von Stefan Stoppok versprechen „Ich kümmer mich drum“.
Wobei beim Hören der Songs wohl keiner so recht glauben mag „ Die Muse ist im Urlaub“, ganz im Gegenteil gehen Ohrenfeindt sehr ideenreich mit der Frage „Willst mit mir gehen“ und ganz ohne „Hektik“ mit viel hörbaren Spaß zu Sache.
Dabei wird das Ganze untermalt mit handgemachtem und gelebtem Starkstromroggen’Roll ala St. Pauli mit einem feinen Hauch von AC/DC, Rose Tatoo oder Airborne inspiriert und mit einem fetten Spritzer Blues abgerundet.

So tun Ohrenfeindt genau das was sie am besten können:“ Lauter rocken als Chuck Norris schweigt und wissen genau Es gibt kein Entkommen! Hast Du ein Ohr für Roggenrohl, Ohrenfeindt werden Dich kriegen!“
Oder um einmal Udo Lindenberg zu zitieren „Ich mach mein Ding…,egal was die andern sagen….“.
Und genau das machen die Musiker Andi Rohde, Pierre „Keule Rockt“ Blesse und Kopf und Stimme (und nach eigener Aussage „zarteste Versuchung seit es Bassmänner gibt“) Chris Laut auf ihrem neusten Werk, das es eine wahre Freude ist.

Fazit: Das Album „Das Geld liegt auf der Strasse“ ist feinster durchdachter kerniger Hardtrock in Reinkultur mit tollen Texten, dass mit der Liveversion von „So nicht!“ und der wunderbaren Ballade „Schlaflied“ abgerundet wird und einer Band die sich nicht nur selbst treu geblieben ist, sondern auch ne fette Schippe drauf gelegt hat.

Mit anderen Worten eine cool rockende CD, die sich kein Fan gepflegter gut abgehangener und handwerklich bestechender Rockmusik entgehen lassen sollte.

Ich sag nur: Was für ein Brett!!! Keep on Rocking Jungs und GUT GEMACHT!!!
…denn gerade Jetzt (!) ist wieder Zeit für handgemachten Starkstrom Rock’n Roll!!!

Stefan Peter Foto Stefan Peter

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