Die SWG rüsten um: 59 Mieter bekommen zukünftig Warmwasser und Raumwärme direkt über die Fernwärme

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In der Nordhäuser Innenstadt bekommen 59 Mieter (Wohnen und Gewerbe) der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) die Raumwärme bald direkt über die Fernwärme ins Haus. In den Häusern Kranichstraße 21-22, Engelsburg 1-7 und Bäckerstraße 1 wird die Wärmeversorgung in den kommenden Wochen von Gasetagenheizung auf Fernwärme umgestellt. Seit 1. Oktober hat die Nordhäuser Heizungsfirma Rilka mit den Installationsarbeiten begonnen. „Wir sind froh, dass wir jetzt endlich in der Innenstadt in Kooperation mit der Energieversorgung Nordhausen (EVN) mit der Umstellung beginnen können“, sagte SWG-Geschäftsführerin Inge Klaan. Das kommunale Wohnungsunternehmen investiert rund 500.000 Euro ohne Mieterhöhung für die Mieter. Die Investition ist erforderlich, da die technischen Anlagen jetzt seit über 25 Jahren in Betrieb sind. Wir wollen nicht warten bis die Havarien unser Tagesgeschäft bestimmen.
Mit der Neuverlegung der Fernwärmeleitungen in die Kranichstraße zum Pflegeheimneubau der Caritas hatte die EVN die baulichen Voraussetzungen geschaffen, auch die Wohnhäuser an der Ecke Kranichstraße/Engelsburg an die Fernwärmeversorgung anzuschließen. Für Rolf Göppel, technischer Geschäftsführer der EVN, liegen die Vorteile der Fernwärme auf der Hand: „In Blockheizkraftwerken wird Wärme dank Kraft-Wärme-Kopplung klimafreundlich und kostenoptimiert erzeugt, als Nebenprodukt der Stromerzeugung aus Gas und Biomethan. Die Umstellung von Gas auf Fernwärme kann eine Win-Win- Situation für alle Beteiligten sein. Für uns als EVN können wir mit Neuanschlüssen an die Fernwärme die Reduzierung der Abnahmemenge, die mit jeder Sanierung und Wärmedämmung von Gebäuden im Bestand entsteht, kompensieren. So ist ein guter Preis für Fernwärmekunden auch in Zukunft möglich.“
„Fernwärme bietet die höchste Versorgungssicherheit, ist wartungsarm und bedeutet für uns als SWG den geringsten Investitionsaufwand. Außerdem erfüllt Fernwärme die Anforderungen des Erneuerbare-Energien-Wärmegesetzes und der Energieeinsparverordnung. Die EVN bietet eine dreijährige Preisstabilität für unsere Mieter an diesem Standort an. Wir haben nicht nur die Investitionskosten, sondern auch die Entwicklung der Betriebskosten für alle Mieter im Blick“, fügte Klaan hinzu. Langfristig will die SWG noch mehr Standorte auf Fernwärme umstellen, bisher werden rund 3900 Wohnungen auf diese Art und Weise versorgt. Den langfristigen Zeitplan zur Umstellung wollen die beiden kommunalen Unternehmen in der nächsten Zeit abstimmen. Die Stadt Nordhausen hat bereits 1997 Vorranggebiete für Fernwärme in seiner Satzung festgelegt. Somit tragen wir den Satzungs-und Klimazielen der Stadt Rechnung.
Wie wichtig eine langfristige Planung ist, musste die SWG erfahren. „Wir hätten gern im Spätsommer mit den Arbeiten angefangen, konnten aber keine Fachfirma mit freien Kapazitäten finden“, erklärt Inge Klaan den Baubeginn im Herbst. Für die Dauer des Umschlusses von zwei bis maximal drei Tagen erhalten die Mieter von der SWG mobile Heizgeräte.

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