Die „Nordhäuser Wüstenfüchse 2.0“ unterwegs – Aus dem Reisetagebuch (Teil 5)

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„15.11.2017 – Meerenge von Gibraltar – Tanger Med – Briech

Und jetzt ging es über die Meerenge von Gibraltar. „Das Boot“….einigen kam der Film mit Jürgen Prochnow gerade jetzt in den Sinn. Warum auch immer…
Im Hintergrund das britische Gibraltar, ein schönes Fotomotiv. Auch wir haben es genutzt.
Die Überfahrt verlief problemlos und die Fähre legte pünktlich im marokkanischen Hafen Tanger Med an. Die Autos fuhren von Bord zur Zollabfertigung. Alles ging recht zügig.

Dann ging es nicht mehr weiter. Neue Regelung der marrokanischen Behörden: alle Fahrzeuge, welche in die West Sahara fahren, müssen zum Scannen. Also erstmal quer durchs gesamte Hafengebiet ans andere Ende. Dann wieder zurück um dann doch wieder zum anderen Ende zu fahren. Und zwischendurch immer warten, warten, warten…
Endlich waren wir dran und mussten in eine große Halle fahren. Fotoapparate sollten wir mit rausnehmen. Wir verließen die Halle, die Tore wurden geschlossen und die KFZ wurden gescannt/ durchleuchtet. Nach was die da wohl suchen? Da bleibt viel Raum für Spekulation, an der wir uns nicht beteiligen.

Nach dem scannen dann wieder zum anderen Ende des Hafengeländes. Und wieder warten. Stunden!
Es hieß dann, das alle KFZ bis zur letzten Limoflasche ausgeräumt werden müssen. Oje, das wäre der Supergau für alle 36 Fahrzeuge. Viele Stunden ausräumen und wieder einräumen… Aber dann ging es auf einmal los. Wie aus dem nichts hieß es: „Zur Zollabfertigung, alle los.“
Gleich 4 Spuren wurden aufgemacht und ein Rallye Auto nach dem anderen wurde nur kurz kontrolliert und konnte passieren.

Geschafft! Dann tauschten wir Geld. Gleich nach sem Hafengelände gib es Wechsestuben und Automaten. Pro Auto tauschten wir 300 Euro in Dirham. Das Omega Team musste auch noch eine Versicherung bezahlen für die Durchfahrt von Marokko. Die in Deutschland gekaufte Versicherung war genau einen Tag zu kurz. Die Besatzungen der 3 „Wüstenfüchse“ Autos hatten eine 30 Tage Versicherung für Ausfuhrkennzeichen bereits in Deutschlandgekauft. Wäre der Omega nur einen Tag später zugelassen worden, hätte es gereicht… Bringe den anderen Autos passte es.

Also Versicherung gekauft, marokkanische Simkarten gekauft…Jetzt ging es los. Bei der nächsten Tankstelle musste der unersättliche Movano neuen Sprit haben. Unglaublich was der Opel an Sprit frisst. Nach dem tanken ging es dann auf die marokkanische Autobahn. Der Movano vorne weg. Ausfahrt verpasst! Also noch mehr Zeit verloren. Der KIA fuhr jetzt als „Pathfinder“. Ein KIA Fahrer war bei einer der vorherigen Rallyes schon mal dabei und kannte den Weg noch so halbwegs. Der Rest erledigte dann die Handy Navigation. In der Touristenanlage in Briech orderten wir Zimmer für etwa 35 Euro pro Nase. Zu essen gab es nichts mehr zu kaufen aber wir haben ja Unmengen von Dosewürstchen dabei. Also den Gaskocher aus dem KIA geholt und Würstchen warm gemacht. Dazu ein, zwei “ Servezas „. Um 03:00 Uhr morgens war der Tag zu Ende.. Nachtruhe.

Wenige Stunden später war die Nacht schon wieder vorbei…“ – Text und Foto: Michael Samel

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