„Die Nordhäuser Dörfer sind die Visitenkarten der Stadt“

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Historische Wege auf Tauglichkeit als Radwegverbindung prüfen
Der Christdemokrat Manfred König, Ortsbürgermeister von Leimbach, sagte beim jüngsten Stammtisch der Nordhäuser CDU, dass die Nordhäuser Ortsteile die Visitenkarten von Nordhausen seien. „Egal, aus welcher Richtung – wer als Auswärtiger nach Nordhausen möchte, passiert zuerst einen Ortsteil. Und der erste Eindruck ist prägend.“ Deshalb sei es gut und wichtig, die Ortsteile „in Schuss“ zu halten. Vieles sei dabei den Einwohnern selbst zu verdanken. „Denn der Eindruck vom Ort speist sich zuerst aus gepflegten Häusern und Grundstücken.“
König sagte weiter, dass das Wohnen auf den Nordhäuser Dörfern nach wie vor attraktiv sei. „Allein in Leimbach sind nach der Wende 104 Häuser neu gebaut worden – und wir könnten noch mehr Bauplätze ausweisen.“
Jeder der 13 Ortsteile habe seine eigene Spezifika, „die oft viele Jahrhunderte zurückreichen, aber heute noch wirken.“ Gemein sei allen Dörfern, dass man „sich hier noch als Gemeinschaft allein zu unterhalten weiß und nicht von externen Veranstaltern bespaßt werden muss.“ Dafür stehe z.B. die hohe Popularität des Leimbacher Karnevals oder die vielen Dorf- und Schützenfeste in den Ortsteilen. „Ohne die Ortsteile würde Nordhausen ein großes Stück Vielfalt fehlen.“
Für den Ortsteil Petersdorf bestätigte der Christdemokrat und Junge-Union-Vertreter Christian Lautenbach die Popularität der ländlichen Kommunen auch für junge Familien. „Viele junge Familien sind nach Petersdorf gezogen, machen in den Vereinen mit.“ Bis auf ein Dorfgemeinschaftshaus fehle es an nichts – lediglich einen ordentlichen Radweg zwischen Nordhausen und Petersdorf brauche es noch.
Nordhausens CDU-Fraktionschef Steffen Iffland sagte mit Blick auf das lückenhafte Radwegenetz, dass die Fraktion bei der Stadtverwaltung beantragen werde, eine Übersicht historischer Wegeverbindungen zwischen Nordhausen und den Ortsteilen zu erstellen sowie eine Übersicht der Eigentumsverhältnisse dieser Wege. „Die Altvorderen waren gezwungen, effektive und relativ kurze Fußverbindungen zu schaffen und zu nutzen. Und vielleicht ist ja die eine oder andere dieser Routen – zum Beispiel der `Schwarze Weg´ – geeignet, mit einfachen aber robusten baulichen Mitteln als Radweg ertüchtigt zu werden. Das erspart oft jahrelange Antragsverfahren für Fördermittel oder Baugenehmigungen bei zig Behörden. Und oft sind historische Verbindungen auch landschaftlich sehr reizvoll.“
„Dies bedeutet natürlich nicht, dass man das Straßenbauamt, den Landkreis oder den Freistaat aus der Pflicht entlassen, Straßen begleitende Rad- und Gehwege entlang der Bundes- und Kreisstraßen zu schaffen wie es im Gesetz vorgeschrieben ist“, sagte Iffland.
 

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