Die Integration einer jüdischen Minderheit – Zwischen Chancen und Grenzen im 19. Jahrhundert

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Die antisemitischen Maßnahmen im Nationalsozialismus, die ihren ersten Höhepunkt in der „Reichskristallnacht“ im November 1938 hatten, trugen dazu bei, dass das jüdische Leben aus Nordhausen und aus Deutschland verschwand.

Bei Führungen über den jüdischen Friedhof in Nordhausen wird oft danach gefragt, welchen Alltag die Juden bis zum Beginn des Nationalsozialismus hatten, wie sich das jüdische Gemeindeleben entwickelte, ob sich jüdische Mitmenschen in Nordhausen engagierten und wie sich das überkonfessionelle Miteinander gestaltete. Einige erhalten gebliebene Akten mit Seelenlisten und Etatrollen, Schriftstücken, Fotografien und Literatur sowie der jüdische Friedhof mit seinen steinernen Zeugnissen beschreiben die Zeit und das Leben vor dem Nationalsozialismus und liefern wertvolle Anhaltspunkte zur Geschichte der Juden in Nordhausen im 19. Jahrhundert.

Für Dienstag, 14. November 2017, 19.30 Uhr, lädt der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein Interessierte herzlich zum Vortragsabend über die Forschungsarbeit zur Integration der Juden in Nordhausen im 19. Jahrhundert im Tabakspeicher Nordhausen ein. Der Eintritt ist frei.
Ein Wort des Dankes soll an dieser Stelle nicht fehlen. Die vom Verein angebotenen Führungen über den jüdischen Friedhof in Nordhausen wurden mit rund 120 Gästen in diesem Jahr gut besucht. Der Verein möchte sich für die geleisteten Spenden bei allen Besuchern recht herzlich bedanken. Und erfreuen sich, Sie nächstes Jahr wieder zu einer Führung begrüßen zu dürfen.

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