Die alte Burg Penzlin

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In Mecklenburg Vorpommern, im Kreis Waren, steht die „Alte Burg“ in Penzlin. Und die ist etwas Besonderes. In nur 3 km Entfernung von Penzlin findet man 3 slawischen Wallburgen entlang der früheren Grenze zwischen den Volksstämmen der Radarier und Tollenser.
Diese 3 Burgen sind die mittelalterliche Burg (1300-1600), das ehemlaige Schloss Penzlin ( Neue Burg) von 1816 und die Alte Burg.

Über den Burghof erreicht man die Eingänge zum Burgrestaurant und Museum. Das Museum betritt man durch den Rittersaal. Dieser wurde in einigen Teilen wieder hergestellt. Heute werden hier, das schon seit 1995, Trauungen und kleine kulturelle Veranstaltungen abgehalten.Hier sind die, von der Familie Maltzan, ein altes Rittergeschlecht, gestifteten Reproduktionen einiger Burgherren zu sehen.

Von hier kommt man über eine Falltür in den verborgenen Nordkeller. Dieser ist in 2 Ebenen aufgebaut. Dieser Keller hatte seinen ursprünglichen Zugang über den Bergfried. Vom oberen Kellergeschoß gelangt man zu einer weiteren Falltür. Unter ihr befindet sich eine steile Steintreppe, welche in den Hexenkeller führt. Hier kann man die an den Wänden hängende Folterinstrumente betrachten.Stellt man sich vor, dass mit diesen Instrumenten Menschen gefoltert und geqäult wurden, läuft es einem eiskalt den Rücken herunter. Untermauert wird dies noch mit Grafiken und Bildern einstiger Foltermethoden oder „Gebrauchsanweisungen“ für die Instrumente.

Doch der Hexenkeller ist nicht alles, was man im Museum anschauen kann. Die Burgküche mit dem Rauchfangmantel und das Obergeschoß warten auf den Besucher.
Im Obergeschoß finden sich 4000 Namen wieder. Namen von Menschen, die der Hexerei angeklagt wurden. Namen, hinter denen jeweils ein Schicksal stand. Namen und Menschen, denen der Prozeß auf grausamste Weise durch die damaligen herrschenden Fürsten, Ritter und die Kirche gemacht wurde. Aber auch Namen, die flüchten konnten oder frei gesprochen wurden.

Die Burg verläßt man in den Garten. Hier kann man die Eindrücke, die gerade auf einen eingeprasselt sind, verarbeiten. Denkt man genauer drüber nach ist es erschreckend, wie sehr die damalige Zeit sich der heutigen ähnelt. Eigenschaften wie Hass, Neid, Mißgunst treiben auch heute die Menschen dazu, andere zu foltern. Nicht mit den Instrumenten von damals. Die heutigen sind viel schlimmer. Seien es soziale Medien, Mopping oder Rufmord, das Ergebnis ist das Gleiche.
Die Ausstellung in der alten Burg Penzlin möchte darüber aufklären, dass die Menschen aus der Geschichte lernen sollen. Entschleunigung, Ruhe, Glück und Zufriedenheit sollten heute an erster Stelle stehen. Neid, Missgunst und Hass verbannt werden.

(Quelle:Pro Penzlin,-Eine Stadt stellt sich vor)

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