Deutschlands beste Mechatroniker für Kältetechnik bauen Eismaschinen in Niedersachswerfen

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Bundesleistungswettbewerb fand nach Messeabsage in Harztor statt. Sieger kommt aus Berlin
Niedersachswerfen statt Nürnberg: In der Bundesfachschule Kälte-Klima-Technik in Harztor fand jetzt der diesjährige Bundesleistungswettbewerb des Deutschen Kälteanlagenbauer-Handwerks für Deutschlands beste Mechatroniker für Kältetechnik statt. Von Montag bis Mittwoch wetteiferten neun junge Männer und eine junge Frau um die ersten Plätze. „Dieser Wettbewerb unter Coronaschutzbedingungen war nicht einfach, aber er ist uns gelungen“, sagte Jörg Peters, Geschäftsführer der Landesinnung Kälte-Klima-Technik Hessen-Thüringen/Baden-Württemberg, bei der Preisverleihung am Donnerstag.
Eigentlich wird der Leistungswettbewerb in den geraden Jahren immer im Rahmen der Fachmesse Chillventa in Nürnberg durchgeführt. „Doch die ist in diesem Herbst ausgefallen. Daraufhin haben wir uns bereit erklärt, den Wettstreit im kleinen Rahmen hier in Harztor anzubieten“, sagte Innungschef Peters, der viele Jahre die Schule in Niedersachswerfen leitete.
Zwar entsandten nicht alle Bundesländer einen Landessieger, einige sagten wegen Krankheit ab, unter anderem auch der Thüringer Wettbewerbsteilnehmer. „Alle haben an einem Strang gezogen, um den jungen Menschen trotz der Pandemie diesen Wettbewerb anzubieten“, so Peters.
Er hatte sich für die Teilnehmer etwas Besonderes ausgedacht. Da die Eismaschinenherstellung in Niedersachswerfen viele Jahrzehnte Tradition hatte, sollten die zehn Teilnehmer ebenso eine Maschine für Speiseeis bauen. Jedoch eine spezielle Maschine für Rolled Ice, also gerolltes Eis. Für dessen Zubereitung wird eine Eismasse zu einer Creme gerührt und auf eine Eisplatte gegossen, die an der Oberfläche ca. minus 5 Grad Celsius kalt ist. Die Masse wird darauf glatt gestrichen, so dass sie nur wenige Millimeter dick ist. Das Eis gefriert sofort und wird dann mit einem Spachtel abgeschabt, was dazu führt, dass sich das Eis rollt.
Peters hatte gemeinsam mit einem ehemaligen Meister-Absolventen, der im Erzgebirge eine Firma hat, den Prototypen gebaut. Die einzelnen Bauteile sponserten die Firmen Rochhausen, Danfoss und Carel. „Alle Maschinen unserer Teilnehmer funktionieren und unsere drei Prüfer haben nur kleine, feine Unterschiede gefunden“, sagte Peters. Am Ende kamen die Prüfer zu einem einstimmigen Ergebnis: Die beste Eismaschine hatte Cornelius Kania aus Berlin montiert. Auf Platz zwei und drei folgten Melvin Müller (Hessen) und Pascal Pumpa (Brandenburg).
Das Besondere: Alle zehn Teilnehmer dürfen ihre Eismaschine mit nach Hause nehmen. Der Prototyp bleibt in der Gemeinde Harztor. „Die Maschine wollen wir für unsere Kindertagesstätten nutzen“, bedankte sich Harztor-Bürgermeister Stephan Klante für das besondere Geschenk.

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