Deutsch-französische Schulpartnerschaft besiegelt

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Gäste aus dem französischen Le Puy-en-Velay wurden im Nordhäuser Humboldt-Gymnasium herzlich empfangen

Anlässlich des Deutsch-Französischen Tages am 22. Januar, der 2003 zum 40. Jahrestages der Unterzeichnung des Élysée-Vertrages ins Leben gerufen wurde, unterzeichneten Emmanuel Macron und Angela Merkel den Vertrag von Aachen über die deutsch-französische Zusammenarbeit und Integration und zwischen dem Thüringer Bildungsministerium und der Akademie Clermont-Ferrand (Auvergne-Rhône-Alpes) wurde die bildungspolitische Rahmenvereinbarung für weitere fünf Jahre fortgeschrieben. Das Humboldt-Gymnasium Nordhausen empfing in der Woche, die vor allem in vielen Bildungseinrichtungen im Zeichen der deutsch-französischen Freundschaft steht, eine Delegation aus dem Lycée Charles und Adrien Dupuy in Le Puy-en-Velay, académie de Clermont-Ferrand. Bei dieser ersten Begegnung zwischen Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern sowie Vertretern beider Schulleitungen wurde in feierlichem Rahmen im Museum Tabakspeicher mit der Unterzeichnung eines Partnerschaftsvertrages der Grundstein für eine dauerhafte freundschaftliche Beziehung zwischen beiden Einrichtungen gelegt.

Monsieur Philippe Tréfelle (Schulleiter des Lycée Charles und Adrien Dupuy) und Volker Vogt (stellvertretender Schulleiter des Humboldt-Gymnasiums) betonten die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen schulischen Bildungseinrichtungen für die Entwicklung von gegenseitigem Verständnis, Toleranz und der Möglichkeit des interkulturellen Lernens für Jugendliche in Europa. Ein regelmäßiger Schüleraustausch mit der Arbeit an gemeinsamen Projekten soll zum gegenseitigen Kennenlernen, zur Entwicklung von Freundschaften sowie zur Vervollkommnung von sprachlichen und kulturellen Kenntnissen und Kompetenzen beitragen.

Während der acht abwechslungsreich gestalteten Projekttage erfuhren beide Seiten viel Interessantes über das alltägliche Leben im jeweils anderen Land. Neben dem Besuch verschiedener Unterrichtsstunden lernten die französischen Gäste unsere Heimatstadt und die Region kennen. Bei einem Spezialitäten-Nachmittag gab es gemeinsam zubereitete typisch französische und deutsche kulinarische Leckerbissen als Kostproben. Die Humboldtianer erkundeten zusammen mit ihren Gästen die Landeshauptstadt Erfurt und erstellten in einem Workshop in der Jugendkunstschule Nordhausen kleine Tagebücher, die sie im Laufe der Woche mit Einträgen füllten.

Ein weiterer Höhepunkt war die Erlebnistour durch den Rabensteiner Stollen. Nach der Einfahrt mit der kleinen Grubenbahn konnten das Schienenfahrrad und der Kohleabbau mit dem Presslufthammer ausprobiert werden. Eine tolle Erinnerung an die Tour sind die Bergmannsurkunde, die jeder nach dem Absolvieren von 100 Metern in völliger Dunkelheit überreicht bekam, und das Glasfläschchen mit Rabensteiner Kohle.

Besonders in Erinnerung bleiben natürlich auch gemeinsame Geburtstagsfeiern und sportliche Betätigungen, wie Bowling und Wandern, bei denen Sprachbarrieren leichter zu überwinden sind.

Besonderer Dank gilt der Menümanufaktur der Lift gGmbH in Nordhausen für die kostenfreie Bereitstellung des Mittagessens für die Gäste und natürlich den Gastgeberfamilien, die durch ihr Engagement zum hervorragenden Gelingen der Austausch-Woche beigetragen haben.

G.Gorges

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