Deutlich weniger Salzbedarf im Winterdienst

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Der Ausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Forst des Landkreises Nordhausen hat sich in seiner gestrigen Sitzung auch mit dem Winterdienst beschäftigt. Die Service Gesellschaft betreut seit 2015 den Winterdienst auf dem rund ca. 130 km langen Netz der Kreisstraßen. „Unser Grundsatz ist es, rechtzeitig vor dem Beginn des Berufsverkehrs eine sichere Befahrbarkeit der Straßen zu erreichen. Deshalb streuen wir bei einer vorhersehbareren Wetterlage auch präventiv am Vorabend, um zum Beispiel überfrierende Nässe bei sinkenden Temperaturen zu vermeiden“, sagte Gunar Reuter, Geschäftsführer der Service Gesellschaft. „Aufgrund des aktuell milden Winterwetters fahren viele Autofahrer unvorsichtiger als bei deutlichen Minusgraden und unterschätzen die Gefahren, denn gerade morgens und abends kann sich am Boden trotz der insgesamt milden Temperaturen Glätte entwickeln.“ Deshalb sei vorbeugendes Streuen sinnvoll, wenn Glätte erwartet wird, denn so lässt sich auch deutlich der Salzeinsatz minimieren.

Der ausbleibende Frost zeigt sich auch im deutlich geringeren Salzbedarf. „Während wir sonst in einer Wintersaison bis zu 1600 Tonnen Salz brauchen, liegt der Bedarf momentan nur bei rund 900 Tonnen“, so Reuter. Je nach Wetterlage bildet die Service Gesellschaft zwei bis drei Streubezirke, in denen drei Unimogs auf den Kontroll- und Räumfahrten eingesetzt sind – mit einer speziellen Technik, die beispielsweise einen besonders sparsamen Salzeinsatz absichert. Ein Vorrat von insgesamt 200 Tonnen Salz lagert im Großraumsilo der Service, mit dem die Fahrzeuge effizient beladen werden können. Zudem hat die Service Gesellschaft einen eigene Solemischanlage, mit der die Sole hergestellt wird. „Auch wenn zurzeit kein Schnee liegt, sind wir auch auf schwere Schneefälle gut vorbereitet“, ergänzt Reuter. „Wir haben eine Schneefräse und einen Radlader, der auch hohe Schneeablagerungen beseitigen kann.“ Aufgrund des vielseitigen Aufgabenspektrums der Service Gesellschaft können die Mitarbeiter, die zurzeit aufgrund der Plusgrade nicht im Winterdienst eingebunden sind, in anderen Bereichen eingesetzt werden.

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