Der Schneekopf, der Zweithöchste in Thüringen

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[Gehlberg] Ebenso wie der Harz, kann auch der Thüringer Wald einige interessante Berggipfel vorweisen. Wir haben für sie den Schneekopf(978m) bestiegen und waren von der schönen Aussicht sehr angetan. So blickt man auf das einige Kilometer entfernte Oberhof oder auch auf die Autobahnbrücke „Wilde Gera“. Diese ist mit 252 Metern Spannweite die größte Bogenbrücke Deutschlands. Bei optimalen Wetterbedingungen sieht man den Brocken und sogar den Schneeberg im Fichtelgebirge.

Geschichtlich betrachtet kann man folgendes Berichten:

1772 ließ Herzog Ernst II. von Sachsen-Gotha-Altenburg auf dem Gipfel eine astronomische Beobachtungsstation errichten. Diese fiel aber 1796 einem Brand zum Opfer und wurde zerstört. Knapp 60 Jahre später baute man einen steinernen Aussichtsturm, welcher aber auch nicht mehr existiert. Während des zweiten Weltkriegs nutzte man den Berg für die Luftaufklärung. Amerikanische Truppen besetzten das Plateau 1945. Später übernahm es die „Rote Armee“. In den 50er Jahren des letzten Jahrhunders baute man einen 25 Meter hohen rechteckigen Fernmeldeturm, zum Zecke eines flächendeckenden Schmalbandrichtfunknetzes der SED. Das Gebiet um den Berg herum wurde militärisches Sperrgebiet. Im Jahre 1990 wollte man im Zuge der Renaturierung den Schneekopf mit Erdaushub vom Bau der A71 auf über 1000 Meter anheben. Dieses wurde aber nicht umgesetzt. 2007 errichtete man einen neuen Turm mit Aussichtsplattform, dessen Spitze die magische 1000er Marke überschreitet. Auch findet man dort ein Berggasthaus(Neue Gehlberger Hütte) etwas unterhalb des Gipfels in dem seit 2010 Ubernachtungen möglich sind.

Anfahrt:

An der Landstraße zwischen Oberhof und Zella-Mehlis biegt man auf Höhe Rennsteiggarten Richtung Schmücke ab. Nach wenigen Kilometern erreicht man dann einen Parkplatz zum Schneekopf. Von hier aus sind es zu Fuß noch etwa 15 Minuten.

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