Der Professor zum Thema Solidarität

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Geht’n uch das ah so? Die Kluchschießerei geht ein’n uff dn Senkel. Jeder Dödel schwinget sich zum großen Virologen uff und muss unbedingt sinne Grütze loswäre. Viellicht sutten mie uns mol um was Wichtiges kümmere, um Solidarität!
Gestern hah ich änne Frau vom Zirkus Atlantik, der grade in Sundusen jestrandet äs, mät ner Sammelbüchsen in dr Hand jesehn. Mie hahn was was rinjetan und bevär sich jetzt wädder Pseudotierschützer, die ohne Zucken än Kalbssteak frässen, än Herzkasper krein, will ich mol was loswäre. Die Tiere, die do ufftreten sind Pferde und Kamele. Kamele würde ich jetzt nich unbedingt als Wildtier bezeichne, denn minne Frau hät ah eins Heime. Nune sin alle Värstellungen coronarisiert und die Zärkusliete wissen nich mehr, wie es wittergehe soll.
Minne liebe Frau hewet immer Brot- und Brötchenreste uff und trocknet den Krom. Hiete haan mie das alles do objeliefert und de Kamele freieten sich sehre. Ich bän mät die jo seelenverwandt! Die haan än Höcker uffen Rücken und bie nennt me den Höcker, Wampe. Kingersch, wenn ihr Heime bi uch ah sonne Brotknusters haat, dann brängets den Viechern hän, se dankens uch. Ich will mant nur hoffe, dass Stadt und Landkreis do ah än bäschen ungerstützen.
Viellicht bränget die Misere uns mol dazu, vernünneftich mättnanner immezegehe. Es gitt veele, die jetzt Hilfe bruchen. ‚S missen jo nich immer nur de Banken sie.

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