Der NABU Thüringen fordert eine bessere Agrarpolitik

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Jena – Der NABU Thüringen bedauert, dass der gemeinsame Antrag von
Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund und Hessen im Bundesrat nach
dessen Annahme im Umweltausschuss von Teilen der Thüringer
Regierungskoalition in einem solch übertriebenen Maße torpediert wird. In
dem Antrag wird neben zahlreichen Punkten zur Verbesserung des Artenschutz
und einer ressourcenschonenden Landwirtschaft auch die Kappung der
flächenbezogenen EU-Zahlungen gefordert. „Dieser Streit zeigt wie groß die
Konflikte in der Landwirtschaft sind, wenn schon ein guter Ansatz zum
effizienteren Einsatz der Fördergelder so reflexartig „abgewatscht“ wird“,
sagt Mike Jessat der Landesvorsitzende des NABU Thüringen. Dabei ist es
dringend notwendig endlich eine bessere Agrarpolitik für ganz Deutschland
voranzutreiben.

Über die globalen Nachhaltigkeitsziele haben sich
Deutschland und die ganze EU zu einer nachhaltigen Landwirtschaft bis 2030
verpflichtet. Dies bedeutet, dass die Landwirtschaft keine Schäden mehr an
Artenvielfalt und Klima anrichten darf – und dass nachhaltig wirtschaftenden
Betrieben eine Zukunft gegeben werden muss. Die Diskussion um eine
Kappungsgrenze, werfe ganz nebenbei auch ein Schlaglicht auf die
Widersinnigkeit des Systems der landwirtschaftlichen Direktzahlungen ohne
gesellschaftlichen Mehrwert insgesamt. Laut NABU Thüringen ist es jetzt auch
bei den Koalitionsverhandlungen auf Bundesebene erforderlich Gas zu geben.
„Die Koalitionspartner sollte ihre Chance nicht verschlafen jetzt die
Weichen für eine naturverträgliche Agrarpolitik zu stellen“.

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