Crocodiles Hamburg eine Nummer zu groß für die Harzer Falken

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Angesichts der Mannschaftsstärke und der Aussicht mit vier Blöcken gegen gerade einmal 13 Hamburger Feldspieler spielen zu können, hatte man sich sicherlich etwas mehr erwartet gegen die Crocodiles Hamburg. Doch am Ende waren es anscheinend die richtigen 13 Spieler, die das Hamburger Trikot trugen und die Falken mit einer 7:2 (2:1; 2:0; 3:1)-Niederlage zurück in den Harz schickten.

Dabei sah es nach dem ersten Drittel gar nicht so schlecht aus, was die Falken dort im Eisland Farmsen veranstalteten. Und so durfte man sich nach diesem Drittel noch vortrefflich darüber aufregen, dass die 1:0-Führung der Hanseaten ganz klar mit dem Schlittschuh erzielt wurde und keiner der drei Schiedsrichter das gesehen hat. Und man konnte sich vor allem zufrieden zeigen mit dem Powerplay der Falken, welches nicht nur gut gespielt war, sondern auch zum 1:1-Ausgleich durch den erneut sehr aktiven Gregor Kubail führte.

All das wurde jedoch im Mitteldrittel schnell Makulatur. Klar konnte man sich noch immer über eine wirklich gute Leistung von Fabian Hönkhaus im Harzer Kasten freuen. Doch alleine die Tatsache, wie oft sich Hönkhaus an diesem Abend auszeichnen durfte, zeigte sehr deutlich, in welche Richtung dieses Spiel gehen würde. Und vor allem unterstrich es einmal mehr, dass vor dem Harzer Schlussmann nicht anständig durch die Verteidiger aufgeräumt wurde. Natürlich ist es immer schwierig Klassespieler wie Mitchell und Mc Gowan in den Griff zu bekommen. Nicht umsonst stehen beide mit 65 bzw. 60 Punkten in der Scorerliste der Liga ganz weit oben. Und natürlich hat man hier gegen die Mannschaft gespielt, die es als erste am letzten Sonntag geschafft hat, nach regulärer Spielzeit in Tilburg zu gewinnen – und das relativ deutlich mit 2:5. Aber was die Harzer Hintermannschaft, allen voran die Routiniers wie Patrick Franz da teilweise an Gegenwehr leistete, war ein Offenbarungseid. Franz brachte seine Leistung, die auch in den letzten Wochen nicht wesentlich besser war, beim letzten Tor der Hausherren auf den Punkt. Als er zunächst den Puck an der gegnerischen blauen Linie verlor und statt eines Backcheckings zu fahren, unmotiviert hinter Patrick Saggau hergleitete. Natürlich führte eine ähnliche Szene auch zum zwischenzeitlichen 4:1, als Wladislaw Baumgardt die Scheibe an der gegnerischen blauen Linie vertändelte und Mitchell und Mc Gowan bei ihrem Konter keine Anstalten machten, sich nicht mit einem Tor für dieses Geschenk zu bedanken. Aber zwischen Baumgardt und Franz liegen Jahre und Letzterer ist es, an dem sich die jungen Spieler aufbauen sollen.

So kam dann zwar Anfangs des Schlussdrittels nochmal Hoffnung auf, als Gregor Kubail bei einem Blueliner von Jörn Weikamp die Kelle richtig hinhielt und zum 4:2 abfälschte. Doch genau genommen war es das dann auch schon mit der Harzer Herrlichkeit. Die Hanseaten ließen sich die anschließende Party zur finanziellen Rettung der Saison nicht mehr vermiesen und verwöhnten ihre Fans mit einigen schönen Spielzügen und Toren, während Fabian Hönkhaus tatsächlich noch Schlimmeres verhinderte.

Foto:Falken

Gregor Kubail

Eine Leistung, die bis auf wenige Ausnahmen wie die von Lasse Bödefeld, Bobby Sokol, Bastian Schirmacher, Tim Dreschmann oder Gregor Kubail, dringend bis Sonntag aufgearbeitet und in den Köpfen verarbeitet sein muss. Denn am Sonntag geht es gegen die EXA Icefighters Leipzig und gegen dieses Team haben die Harzer Falken bislang immer bewiesen, dass sie durchaus was reißen können. Waren Punkte in Hamburg also eigentlich von vorneherein schon illusorisch, sollte zumindest eine starke Leistung gegen die Sachsen und gerne auch ein paar Punkte die Harzer Fans wieder versöhnen können. (Hei)

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