bunt statt blau

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Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit mehr als 7.000 Schülerinnen und Schüler Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Das beste Plakat aus Thüringen kommt von der 17-jährigen Schülerin Isabel Runkel aus Neustadt an der Orla. Jetzt wurden die Preise der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen. Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner übergab als Schirmherrin der Aktion die Urkunden.

„Die vielen eindrucksvollen Plakate belegen, dass sich Kinder und Jugendliche in Thüringen mit dem Thema Alkohol sehr lebensnah, kritisch und kreativ auseinandergesetzt haben“, sagt Heike Werner. „Selbst gestaltete Plakate können darauf aufmerksam machen, dass das Leben auch ohne Suchtmittel, wie Alkohol, bunt sein kann“.
„Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Marcus Kaiser, Leiter der DAK-Landesvertretung Thüringen. „Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei `bunt statt blau´: hier werden junge Künstler selbst zu glaubwürdigen Botschaftern gegen das Rauschtrinken.“
Plakate sind Botschaften
Im Plakat von Isabel Runkel sind zwei Augen der bestimmende Akzent. „Das eine, bunte und fröhliche Auge sieht das Schöne im Leben, das traurige, durch Alkohol getrübte Auge sieht die negativen Seiten“, sagt die Schülerin. „Ich möchte den Blickwinkel der Betrachter hin zum Positiven richten und fordere sie auf, sich das Leben nicht vom Alkohol kaputt machen zu lassen.“ Den zweiten Platz belegte Naemi Hubich (17), wie die drittplatzierte Lilli Kehr (13) aus Pößneck. Der Sonderpreis für jüngere Teilnehmer geht an den dreizehnjährigen Alex Wirthwein von der Arnoldischule in Gotha.
Zahlen und Fakten zur Kampagne
Nach aktueller Bundesstatistik landeten 2015 erneut rund 22.000 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Auch in Thüringen mussten mehr als 500 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen zehn und 19 Jahren wegen eines akuten Rauschs in die Klinik. Experten fordern daher weitere Aufklärung über Risiken des Rauschtrinkens. Deshalb laden die DAK-Gesundheit und Gesundheitsministerin Werner Jugendliche zum Plakatwettbewerb „bunt statt blau“ ein. Die Aktion gibt es seit acht Jahren. Mit inzwischen rund 87.000 Teilnehmern gilt sie laut Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne und erhielt dafür mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.
Im Juni wählt eine Bundesjury mit der Bundesdrogenbeauftragten Marlene Mortler und der bekannten Sängerin Grace Capristo die Bundesgewinner 2017. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau

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