bunt statt blau: Schülerin aus Nordhausen gewinnt bei Plakatwettbewerb gegen Komasaufen in Thüringen

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Sozialministerin Heike Werner ehrt Sieger der DAK-Kampagne gegen das Rauschtrinken

Erfurt/Nordhausen, 12. Oktober 2021. „bunt statt blau“: Unter diesem Motto schufen im Frühjahr bundesweit mehr als 4.000 Schülerinnen und Schüler Kunstwerke gegen das „Komasaufen“. Platz zwei geht an die 17-jährige Schülerin Corinna Hesse aus Nordhausen. Jetzt wurden die Preise der Kampagne der Krankenkasse DAK-Gesundheit verliehen. Die thüringische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Heike Werner nahm als Schirmherrin der Aktion die Siegerehrung vor.

„Jugendliche müssen lernen, mit Alkohol vernünftig umzugehen. Wenn schon zehnjährige Kinder betrunken in der Klinik landen, müssen wir handeln“, erklärt Andrea Fischer, Chefin der DAK-Gesundheit in Nordhausen. „Schülerinnen und Schüler sollen offen und ehrlich über das Thema Alkoholmissbrauch aufgeklärt werden. Das Besondere bei `bunt statt blau´: hier werden junge Künstlerinnen wie Corinna selbst zu glaubwürdigen Botschafterinnen gegen das Rauschtrinken.“ Das beste Plakat aus Thüringen kommt von der 17-jährigen Schülerin Fanny Mundus aus Pößneck im Saale-Orla-Kreis. Der Sonderpreis für jüngere Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht an den 13-jährige Luise Heimann aus Straußfurt im Landkreis Sömmerda.

Ministerin Werner: Jugendliche können mit Plakat-Aktion Farbe bekennen

„Die stetig rückläufigen Zahlen von Heranwachsenden, welche aufgrund einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, geben Anlass zur Hoffnung. Gleichwohl gibt es immer noch eine zu hohe Anzahl von Alkoholeskapaden bei Kindern und Jugendlichen“, so Ministerin Heike Werner als Schirmherrin der Kampagne. „Durch den übermäßigen Konsum von Alkohol können schwere körperliche und seelische Probleme auftreten. Insbesondere beim Komatrinken wird aus Spaß schnell Ernst und eine erhöhte Gefahr der Alkoholabhängigkeit besteht. Gerade deshalb ist es wichtig, eine Initiative wie ,bunt statt blau‘ gegen den Alkoholmissbrauch zu unterstützen. Jugendliche können hier mit ihrem Plakat selbst Farbe bekennen.“

Selbstgestaltete Plakate wirken

Die Plakate, die Schülerinnen und Schüler bei „bunt statt blau“ gestalten, sind tatsächlich für Gleichaltrige besonders eindrucksvoll: Das Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel hat in einer Online-Studie mit 1.273 Teilnehmern ihre Wirkung im Vergleich zu konventionellen Warnhinweisen untersucht. Demnach verstärken die von der Zielgruppe selbst gemalten „bunt statt blau“-Plakate die Wahrnehmung, dass Alkoholkonsum schädlich ist. Sie haben eine stärker sensibilisierende Wirkung als traditionelle, eher an Erwachsene gerichtete, Warnhinweise.

Im November wählt eine Bundesjury mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Daniela Ludwig, dem DAK-Vorstandschef Andreas Storm und den Experten vom IFT-Nord die Bundesgewinner 2021. Informationen zum Wettbewerb gibt es in allen Servicezentren der DAK-Gesundheit oder im Internet unter www.dak.de/buntstattblau.

Den Plakatwettbewerb „bunt statt blau – Kunst gegen Komasaufen“ gibt es mittlerweile seit zwölf Jahren. Insgesamt haben seit 2010 rund 115.000 Schülerinnen und Schüler an der Aktion teilgenommen, die im Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung als beispielhafte Präventionskampagne genannt wird. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen wie beispielsweise den internationalen Deutschen PR-Preis.

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