Bürgerinitiative am August-Bebel-Platz gegründet

1

In der Vergangenheit hat sich die Nachbarschaft am August-Bebel-Platz durchaus rege gezeigt. Sei es bei Umfragen zu bestimmten Themen im Stadtquartier, bei Solidaritätsaktionen zu Beginn der Corona-Pandemie oder, wie kürzlich zum Reizthema Parkhaus, beim kraftvollen Einstehen für die Gestaltung der Wohn- und Lebensbedingungen im Stadtzentrum. Nun formieren sich die Anwohner*innen in einer neuen Bürgerinitiative mit dem schlichten Namen „August“, angelehnt an den Namensgeber des Platzes.

In den kommenden Tagen und Wochen will man zum Mitmachen werben. Dafür werden alle interessierten Anwohner*innen aufgerufen, sich via Mail bei BIAugust@gmx.de zu melden oder die beigefügte Bereitschaftserklärung auszufüllen und ab Samstag in den dafür vorgesehenen Briefkasten am August-Bebel-Platz 20 (neben Teestube) einzuwerfen.

„Wichtig ist uns, die Gestaltung des Platzes in ein Gesamtkonzept einzubinden. Ein Konzept, das dieser Platz, diese Stadt und ihre Bewohner verdient haben. Das Potenzial „August-Bebel-Platz“ darf nicht für ein Parkhaus verschenkt werden. Dabei sind wir auf die Ideen, Anregungen und auch auf die Kritik der Nachbarschaft angewiesen. Bitte helfen Sie uns, dieser Stadt ein neues Gesicht zu verleihen.“, sagt Niels Weißenborn, einer der Gründungsmitglieder der Bürgerinitiative.

Der Bürgerinitiative schwebt unter anderem eine Veränderung der Schotteroberfläche sowie die Herstellung eines Zustandes ähnlich dem der Jahre nach 1910 vor – also mehr Grünflächen und mehr Bäume und dennoch Möglichkeiten für die Nutzung als Parkraum und für Veranstaltungen.

„Viele Jahre wurde den Anwohner*innen gesagt, dass die Oberfläche des August-Bebel-Platzes alternativlos sei. Man hat die Menschen quasi im Staub und Dreck sitzen lassen. Die Parkhauskonzeption hat nun gezeigt, dass es sehr wohl Alternativen gibt. Das spornt uns an Perspektiven für diesen historischen Platz aufzuzeigen.“, sagt Alexander Scharff, ebenso Anwohner und Gründungsmitglied.

„Augusts“ nächste Schritte sind:

Interessent*innen einbinden und zum Mitmachen anregen
Mobilisierungsfähigkeit und demokratische Abstimmungsprozesse durch Mailverteiler und WhatsApp-Gruppen herstellen
Weiterführung der Diskussion zum Parkhaus und der Zukunft des Platzes in digitaler Form und beispielsweise auf Bürger*innenversammlungen direkt auf dem August-Bebel-Platz
Teilnahme an Bürgerforen u.a.
allgemeine Aktionsplanung

Teilen

1 Kommentar

Hinterlassen Sie einen Kommentar

*