„BewusstGesundMiteinander“ – Paritätischer Thüringen und AOK PLUS starten gemeinsames Projekt zur Förderung von Mitarbeitenden der Gesundheits- und Sozialwirtschaft

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Nicht zuletzt haben die vergangenen Wochen gezeigt, wie wichtig die Berufe in der Gesundheits- und Sozialwirtschaft, wie beispielsweise in Pflegeeinrichtungen sind. Jedoch sind diese Mitarbeitenden häufig physischen und psychischen gesundheitlichen Belastungen ausgesetzt. Um die Gesundheit der Mitarbeiter zu fördern, haben Der Paritätische Thüringen und die AOK PLUS das Projekt „BewusstGesundMiteinander“ ins Leben gerufen.

Das Projekt richtet sich an Mitarbeitende, die in Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialwirtschaft in Thüringen beschäftigt sind und läuft zunächst bis zum Ende des nächsten Jahres. Auf drei miteinander verzahnten Ebenen sollen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung vermittelt werden: In bedarfsorientierten Inhouse-Weiterbildungen vor Ort werden die Beschäftigten zu Themen wie Kommunikation, Stressbewältigung und Bewegungsförderung sensibilisiert. Der Zertifikatskurs zum Betrieblichen Gesundheitsmanager bildet einen weiteren Baustein im Projekt, da für die nachhaltige Umsetzung eines integrierten und ganzheitlichen betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) das Einsetzen von betrieblichen Gesundheitsmanagern empfohlen wird. Durch eine Prozessbegleitung, welche den dritten Weg des Projektes bildet, können sowohl die bereits etablierten BGM-Beauftragten in einem Unternehmen in der Umsetzung unterstützt werden als auch Steuerkreise, Beteiligungsprozesse, Entwicklungsarbeiten und Begleitung von verschiedenen Austauschräumen umgesetzt werden. Eine umfassende gemeinsame Situationsanalyse, wie auch die Evaluation des Prozesses am Ende, gehören zu wesentlichen Bestandteilen der Begleitung. Die Einrichtungen haben die Möglichkeit, je nach ihrer spezifischen Unternehmenssituation, einzelne oder auch alle Maßnahmen in Anspruch zu nehmen.

„Gerade in besonderen Belastungssituationen ist es außerordentlich wichtig, ein funktionierendes BGM in den Unternehmen sicherzustellen. Wir sind froh, unseren Mitgliedsorganisationen gerade auch in Krisenzeiten die Möglichkeit zu bieten, sich im Bereich der Gesundheitsförderung weiterzubilden“, berichtet Stefan Werner, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Thüringen. „Präsenzseminare bieten wir nun als Webinare an und bei Inhouse-Schulungen besteht die Möglichkeit des Freiluft-Seminars.“

„In Thüringen sind knapp 50.000 Menschen in der Pflegebranche tätig, die einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren des gesellschaftlichen Zusammenlebens bilden. Um deren Gesundheit nachhaltig zu fördern und vor allem sie gesund zu halten, fördern wir als AOK PLUS dieses Projekt mit 136.500 Euro, sagt Heiko Kotte, Bereichsleiter Gesundheitsförderung der AOK PLUS.“

Interessenten können sich hier anmelden: https://www.parisat.de/aktuelles/155-aktuelles/310-bewusstgesundmiteinander-bgm-in-der-gesundheits-und-sozialwirtschaftt

Informationen:

Paritätischer Thüringen
Unter dem Dach des Paritätischen Thüringen befinden sich 30 große, zumeist landesweit tätige, gesundheitsbezogene Selbsthilfeorganisationen mit rund 480 Selbsthilfegruppen und mehr als 14.000 Mitgliedern. Dazu gehören Selbsthilfeorganisationen von Personen mit Sinnesbehinderung oder -einschränkung (Erblindung, Sehbehinderung, Gehörlosigkeit oder Schwerhörigkeit), mit Sucht- oder psychischer Erkrankung, Diabetes, Osteoporose, Schwerst- und Mehrfachbehinderung, Parkinson, Rheuma, Multiple Sklerose, Muskelerkrankung, onkologische Erkrankung, Aphasie, Morbus Bechterew, AIDS und viele andere. Der Paritätische Thüringen vertritt an dieser Stelle die Interessen der Mitgliedsorganisationen und bietet eine breite Palette von Dienstleistungen wie Beratung und Begleitung oder Organisation von Fortbildungsveranstaltungen an.

AOK PLUS
Aktuell versichert die AOK PLUS rund 3,393 Millionen Menschen in Sachsen und Thüringen, davon über 990.000 in Thüringen. Im vergangenen Jahr unterstützte die AOK PLUS mit 2 Millionen Euro die Betriebliche Gesundheitsförderung. Dabei stellte Krankenkasse nicht nur finanzielle Mittel bereit, sondern leistete darüber hinaus auch praktische Unterstützung, zum Beispiel durch infrastrukturelle Hilfen, aktive Gremienarbeit und fachliches Know-how.

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