Bewegt durch die Pandemie: Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“ endet mit neuem Rekord

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Im Pandemiejahr mit Homeoffice und Ausgangsbeschränkungen treten die Menschen in Thüringen und Sachsen gegen den Lagerkoller gern in die Pedale. Diesen Eindruck vermitteln die Ergebnisse der Aktion „Mit dem Rad zur Arbeit“, die seit Mai zum 20. Mal stattfand und am 30. September erneut mit Rekorden zu Ende geht.

Mit mehr als 23.000 registrierten Teilnehmerinnen und Teilnehmern waren in den beiden Bundesländern 2.500 Menschen mehr dabei als 2019. „Der Teilnehmerrekord aus dem vergangenen Jahr hatten wir schon im Juli geknackt“, sagte Schirmherr René Kindermann am Mittwoch in Chemnitz.

„Radfahren tut dem Körper gut. Man bekommt den Kopf frei und bewegt sich an der frischen Luft. Vielleicht haben in den vergangenen Monaten deshalb noch mehr Menschen das Radfahren für sich entdeckt“, sagte Rainer Striebel, Vorstand der AOK PLUS. Die Frauen und Männer legten für die Aktion insgesamt 4,2 Millionen Kilometer zurück. Die gleiche Distanz mit dem Auto hätte einen Kohlendioxidausstoß von 830 Tonnen verursacht. Einen neuen Rekord gab es auch bei den registrierten Teams, die bis zu vier Personen umfassen: 1.500 waren es in diesem Jahr. Bundesweit beteiligten sich mehr als 260.000 Radler, die bisher rund 42 Millionen Kilometer bewältigten.

Chemnitz-Tour zum Finale der Radfahr-Aktion
Anlässlich des Endes der diesjährigen Auflage von „Mit dem Rad zur Arbeit“ radelten Rainer Striebel und René Kindermann am Mittwoch gemeinsam mit Unternehmern aus der Region zwar nicht ins Büro, aber rund acht Kilometer von Chemnitz-Siegmar in Richtung AOK-Hauptgebäude am Schlossteich. Eine der Zwischenstationen war der Bewegungsparcours nahe der Schlossteichhalle. Das Außensportgelände vereint Elemente eines Trimm-Dich-Pfads und eines Spielplatzes und entstand in Kooperation der Stadt Chemnitz mit der Ge-sundheitskasse.

Anschließend diskutieren die Radler und Gäste in der AOK PLUS-Filiale in der Müllerstraße über die Erfahrungen der vergangenen Monate und die Auswirkungen der Pandemie auf Wirtschaft, Gesundheitswesen und Arbeit.

„Ich hoffe, dass wir in absehbarer Zeit einen wirksamen Impfstoff haben werden. Doch zur Normalität zurückzufinden sollte nicht heißen, dass wir alles machen wie vorher. Wir sollten die Erkenntnisse aus der Pandemie nutzen“, sagte Rainer Striebel. „Im Gesundheitswesen sollten sich die Akteure ihre neue Offenheit für Digitales bewahren. Beispielsweise waren zahlreiche Ärzte im ambulanten Bereich bis 2020 sehr zurückhaltend beim Einsatz von Telemedizin. Deren Einsatz ist dieses Jahr rapide angestiegen. Solche Impulse müssen wir gemeinsam nutzen.“

Jubiläumsjahr mit Sonderregeln
„Mit dem Rad zur Arbeit“ hat sich seit 2001 zur langlebigsten und größten Alltagsradfahraktion in Deutschland entwickelt. Die Arbeitnehmer und Studenten werden alljährlich aufgerufen, zwischen Mai und Ende August an mindestens 20 Arbeitstagen den Weg zum Betrieb bzw. zur Uni mit dem Fahrrad zurückzulegen.

Aufgrund der Corona-Pandemie fand die Aktion in ihrem Jubiläumsjahr unter veränderten Bedingungen statt. So wurde sie bis Ende September verlängert und es gab eine spezielle Regelung für Beschäftigte, die im Homeoffice arbeiten: Da ihr Arbeitsweg als Fitness-Strecke ganz oder tageweise wegfiel, konnte auch in den Aktionskalender eintragen, wer regelmäßig ein paar Kilometer rund um das heimische Büro radelte oder nötige Wege mit dem Fahrrad zurücklegte.

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