Beim VfL Oldenburg weiter punkten

0

Das Reisen geht für den kleinen THC-Tross in der zweiten englischen Woche in Folge weiter. Die sonst so reisefreudigen THC-Fans der Roten Wand müssen coronabedingt zu Hause bleiben. Am Sonntag um vier Uhr früh aus Wien zurückgekehrt, müssen die THC-Frauen am Mittwoch in das bei Hin- und Rückfahrt fast 1000 km entfernte Oldenburg reisen. Der Tabellensechste, VfL Oldenburg, der zuletzt das Derby bei HL Buchholz 08-Rosengarten gewonnen hat, trifft im HBF-Spitzenspiel auf den Tabellenersten Thüringer HC.

Indes wird die Handballbundesliga weiterhin vom Coronavirus beeinträchtigt. Die vielfältigen umzusetzenden Maßnahmen behindern mehr oder weniger den gewohnten Spiel- und Trainingsbetrieb, wie ihn Mannschaft und Fans herbeisehnen. Momentan sind wir davon meilenweit entfernt. Cheftrainer Herbert Müller wurde indes in Erfurt ein zweites Mal am Knie operiert und liegt bis zum Mittwoch im Krankenhaus, sein Bruder Helfried vertritt den Chef und hat dabei das vollste Vertrauen seines Bruders.

Rückblick:
Im ersten von zwei Spielen der zweiten Qualifikationsrunde der neuen „EHF European League“, siegte der THC mit 39:24 souverän und zeigte vor allem in der ersten Halbzeit ein fast perfektes Spiel. WAT Atzgersdorf ist zwar noch nicht die ganz große internationale Hausnummer, aber immerhin, nach 42 Jahren in Folge lösten sie in der Saison 2018/19 Hypo Niederösterreich als österreichischen Meister ab. Die Saison 2019/20 wurde in Österreich wie in Deutschland abgebrochen und ohne Meister beendet. WAT Atzgersdorf kommt somit als amtierender österreichischer Meister in die Wiedigsburghalle. Hypo Niederösterreich ist im Hinspiel der EHF European League beim norwegischen Vertreter Molde HK mit 19:28 arg unter die Räder gekommen, dabei hatte Hypo zur Halbzeit noch mit 12:11 geführt. Das Rückspiel gegen WAT Atzgersdorf am kommenden Sonntag um 14 Uhr sollte nur noch eine Formsache werden. Dennoch will sich die Mannschaft ihren Fans von ihrer besseren Seite zeigen und das Nordhäuser Publikum auf eine erfolgreiche internationale Saison 2020/21 einstimmen. Dabei hängt der Einzug in die Gruppenphase von der Auslosung und dem Ergebnis in der 3. Qualifikationsrunde ab. Dort warten auf die THC-Mannschaft ganz andere Kaliber, zum Teil mit Champions League-Niveau. Alle Spielerinnen kamen in Wien zum Einsatz und alle Feldspielerinnen beteiligten sich am Torewerfen. So darf es ruhig weitergehen.

Zum Spiel:
Am Mittwoch trifft der THC in Oldenburg auf eine „Diva“ der Handball Bundesliga Frauen. Mal ganz oben, wie beim Pokaltriumph 2018 gegen die SG BBM Bietigheim, mal ganz unten mit enttäuschenden Vorstellungen. In dieser Saison sensationeller 26:25-Sieger gegen die TuS Metzingen und enttäuschend beim 17:35 gegen Überflieger Borussia 09 Dortmund. Dennoch hat sich die Mannschaft mit Platz sechs im oberen Drittel der Tabelle platziert. „Oldenburg ist immer für eine Überraschung gut.“, weiß Herbert Müller und fordert von seiner Mannschaft weiterhin Konstanz ein. Deshalb tut der THC gut daran, „konzentriert in der Abwehr und konsequent im Angriff vorzugehen, eigene Fehler zu vermeiden und den Gegner mit gnadenlosem Tempospiel zu beeindrucken“. Dass die Mannschaft das kann, hat sie schon hinlänglich gezeigt. Die zwei Punkte will die Mannschaft mit nach Thüringen nehmen, um weiterhin an der Bundesligaspitze mitzumischen. Mit Bietigheim und Dortmund ist sie dort in exzellenter Umgebung. Die beiden Verfolger des THC haben am Wochenende mit denkbar knappen Niederlagen herausragende Spiele in der EHF Champions League gegen die übermächtigen russischen Klubs Rostow/Don und ZSKA Moskau gezeigt.

Zum Kader:
Emma Ekenman-Fernis fehlt weiterhin, sie laboriert noch an einer Sprunggelenksverletzung. Bei Ines Khouildi wird es länger dauern, da sie noch operiert werden muss. Alle anderen sind weiterhin einsatzbereit und gegen den VfL Oldenburg dabei.

Bericht: HaJo Steinbach
___________________________

Teilen

Hinterlassen Sie einen Kommentar

* Bitte lesen Sie die Datenschutzbestimmungen und stimmen diesen zu

*