Basilikum – aus der Küche nicht mehr weg zu denken

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Der Basilikum (Ocimum basilicum) ist wohl eines der bekanntesten und beliebtesten Kräuter, das in den meisten Küchen vorrätig sein wird. Viele italienischen Gerichte, wie z.B. Tomatensauce, Pasta, Pesto oder Pizza sind ohne Basilikum kaum vorstellbar. Doch nicht nur als Gewürzkraut findet es Verwendung, sondern auch als Heilkraut gegen zahlreiche Beschwerden.

Basilikum ist eines der vielseitigsten Kräuter, die für eine ganze Reihe verschiedener Anwendungen genutzt werden kann. Das Kraut hat neben seiner Funktion als Küchenkraut auch Verwendung in der Heilkunde.

Basilikum kann für sehr viele Speisen und Gerichte verwendet werden. Sein aromatischer, leicht süßlicher und etwas pfeffriger Geschmack ist vor allem in der italienischen Küche sehr beliebt. Es kann in Saucen, zu Fischgerichten, für Kräuterpestos, zu Nudelgerichten als auch zu Salaten verwendet werden. Frischer Basilikum harmoniert perfekt mit Tomaten, Zucchini oder Aubergine.

Neben dem mediterranen Basilikum gibt es noch zahlreiche andere Basilikumsorten und -arten, die vor allem in der südasiatischen Küche eingesetzt werden. Beispielsweise zählt der Thai-Basilikum zu einem der beliebtesten asiatischen Kräuter. Vor allem Glasnudelgerichte, Suppen und zahlreiche Salatewerden damit gewürzt und erhalten so ihren typischen Geschmack.

Beim Verzehr sollte Basiilkum möglichst frisch verwendet werden, da dessen Aromastoffe nach Erhitzen allmählich verloren gehen. Beim Kochen von Speisen wird demnach empfohlen den Basilikum erst nach dem Kochen, Braten oder Backen beizufügen.

Foto:red

Basilikumblätter lassen sich auch trocknen und einfrieren. Einfrieren ist in jeder Hinsicht jedoch die besserer Variante, da der Basilikum beim Trocknen sein Aroma nach und nach verliert. Getrocknete und zerhackte Basilikumblätter sollten in einen aromaversiegelten Gefäß aufbewährt werden. Basilikum kann auch in neutralen Ölsorten, wie z.B. Olivenöl, eingelegt werden. Auch bei dieser Konservierungsart hält sich das Aroma vorzüglich.

Basilikum als Heilkraut

Basilikum hat auch eine Reihe positiver medizinischer Eigenschaften. Hier zählen vor allem die Linderung von Blähungen, die Linderung von Halserkrankungen und Erkältungen sowie als Mittel gegen Fieber und Stress. Basilikum wird hier häufig als Tee oder pur verabreicht.

Basilikum besitzt eine Vielzahl heilkundlich wirksamer Stoffe, darunter u.a. Linalool und Campher. Das Kraut besitzt blutdrucksenkende, entzündungshemmende, analgetische und entkrampfende Eigenschaften.

Basilikum ist als Heilkraut bereits seit der Antike bekannt und wurde gegen vielerlei Beschwerden eingesetzt. Im Gart der Gesundheit wurde das Kraut gegen Hörbeschwerden, „Schwindeln des Hauptes“, Übelkeit und als Mittel „nach der Geburt“ verwendet. Im Kräuterbuch von Matthioli wurde das Kraut sogar bei Herzleiden oder bei „Ohnmacht“ verwendet. Äußerlich wurde der Basilikum meist zur Behandlung von Warzen sowie bei der Behandlung von Schrunden (eingerissene Haut) verabreicht.

Beschreibung des Basilikums als Heilkraut
Beschreibung des Basilikum im Kräuterbuch von P. A. Mattioli

In der heutigen Naturheilkunde wird Basilikum eher selten eingesetzt. Dies ist u.a. in der Tatsache begründet, dass es deutlich bessere und wirksamere Heilkräuter gibt, für die Basilikum Verwendung finden würde. Gelegentlich findet Basilikum für folgenden Beschwerden und Krankheiten Verwendung:

Gelenkschmerzen
Arthritis
Ekzeme
Akne
leichte Verdauungsbeschwerden
grippale Infekte
Migräne
möglicherweise vorbeugend und unterstütztend bei Hepatitis

Forschungen in den letzten Jahren haben gezeigt, dass die ätherischen Öle des Basilikums womöglich wirksam gegen bestimmte Typen von Herpes- und Hepatitisviren sein können. Verantwortlich sind in erster Linie die in den Blättern enthaltenen Stoffe Ursolsäure, Linalool und Apigenin. Einige Stoffe schaffen es dabei, die Viren an der Replikation, also an der Vermehrung, zu hindern [1]. Möglicherweise kann ein Wirkstoffkomplex in Zukunft dabei helfen, Krankheiten wie Hepatitis oder auch Bindehautentzündungen zumindest unterstützend zu behandeln. Weitere Forschungen stehen jedoch noch aus.

Foto:red

Nebenwirkungen: Aufgrund des hohen Estragolgehaltes wird davon abgeraten, Basilikum für Therapiezwecke einzusetzen. In der Schwangerschaft sollte Basilikum ebenfalls nicht verwendet werden, da der enthaltende Campher Gebärmutterkrämpfe verursachen kann.

(Quelle:Kräuterbuch.de)

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