Barrierefreiheit in der Immobilienbewertung

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Eine Immobilienbewertung ist immer eine umfassende Betrachtung der Eigenschaften einer Immobilie zum Zweck, ihren Wert zu bestimmen. Das vorliegende Werk richtet sich vorrangig an Fachleuten in der Immobilienbewertung und zeigt konkrete Möglichkeiten auf, wie sie die barrierefreien Eigenschaften einer Immobilie mit in die Bestimmung des Immobilienwerts einbeziehen können. Grundlage zur Beurteilung der Barrierefreiheit ist zunächst das „Erkennen“ der barrierefreien Eigenschaften. Dabei handelt es sich um die Analyse sowohl der geometrischen Beschaffenheit der Immobilie als auch ihrer Ausstattung.

Ein schrittweises Vorgehen bei der Beurteilung der baulichen Barrierefreiheit lässt Werteinflüsse nur dann in einer Immobilienbewertung zu, wenn diese auf dem Markt realisiert werden. In der Bewertungspraxis ist daher immer zu prüfen, ob und wie die zur Verfügung stehenden Daten vergleichbarer Objekte den Werteinfluss „Barrierefreiheit“ inkludieren.

Im Rahmen einer Immobilienbewertung ist es nicht sachgerecht, anhand eines „Bau(ch)gefühls“, auf eine vertiefende Betrachtung der Barrierefreiheit dieser Immobilie zu verzichten. Letztlich bedeutet dies, dass in einer Immobilienbewertung sowohl die bauordnungsrechtliche Legitimität als auch konkrete privatrechtliche Rahmenbedingungen zu prüfen sind, um eine abschließende Beurteilung der baulichen Barrierefreiheit herzustellen.

Dipl.-Ing. (FH) Lutz Engelhardt

Architekt I Sachverständiger I Fachplaner

Herausgeber bfb Atlas barrierefrei bauen

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