Auswirkungen der gestiegenen Infektionszahlen

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„Wir arbeiten aktuell voll am Anschlag und unsere Behörde kommt an ihre Kapazitätsgrenzen“, so fasst Landrat Matthias Jendricke die aktuelle Situation in der Corona-Pandemie zusammen und dankte den Mitarbeitern im Gesundheitsamt für ihren unermüdlichen Einsatz im inzwischen zweiten „Corona-Winter“. Durch die massiv gestiegenen Fallzahlen muss das Gesundheitsamt das Management der Kontaktpersonen anpassen, insbesondere im Bereich Kita, Schule und Erwachsenenbildung. „In unseren eigenen Schulen beziehen wir inzwischen die Schulsekretariate ein, um bei Infektionsfällen die betroffenen Klassen zu informieren“, so Jendricke. Denn aktuell sei es nicht mehr möglich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes alle Betroffenen bzw. deren Sorgeberechtigten innerhalb einer angemessenen zeitlichen Frist anrufen. Deshalb erfolgt nun eine Vorabinformation über die Notwendigkeit einer Quarantäne über die jeweilige Einrichtung. Das Gesundheitsamt schickt dann möglichst zeitnah den quarantänepflichtigen engen Kontaktpersonen in von CoVID19-Fällen betroffenen Kindertageseinrichtungen, Schulen und Einrichtungen der Erwachsenenbildung einen Absonderungsbescheid mit allen relevanten Informationen zur häuslichen Quarantäne zu.

Gerade vor dem Hintergrund des gestiegenen Infektionsgeschehens sei es jetzt wichtig, die Einhaltung der neuen Regelungen der Landes-Corona-Verordnung zu kontrollieren, unterstreicht Matthias Jendricke. Der Vollzugsdienst des Landkreises sei aktuell massiv für Kontrollen beispielsweise in Gaststätten und öffentlichen Einrichtungen wie dem Theater unterwegs und das auch gemeinsam mit der Polizei. Dabei kritisiert der Landrat erneut, dass Kontrollen nicht überall in Thüringen in erforderlichem Umfang erfolgen, was umso wichtiger sei bei Inzidenzen über 1000, insbesondere im Süden Thüringens.

Kurzfristig hat der Landkreis Nordhausen auch seine Struktur an Schnelltestzentren wieder deutlich ausgeweitet. „Mit der Testkapazität in unseren Schnelltestzentren liegen wir im Thüringenvergleich ganz weit vorn“, betont Landrat Jendricke. „Damit wird jetzt auch die Infektionslage in der Bevölkerung wieder besser als bislang messbar, denn in den Schnelltests fallen auch asymptomatische Personen auf, die positiv sind.“ Die Schnelltestzahlen sind in dieser Woche von Tag zu Tag gestiegen. In den Teststationen in Nordhausen und Ellrich wurden allein gestern 960 Schnelltests gemacht, seit letzten Samstag waren es hier mehr als 3.500 Schnelltests. Alle positiven Schnelltests werden durch einen PCR-Test geprüft. Inzwischen sind aber auch die Testlabore sehr beansprucht, weshalb es bis zu zwei, drei Tage dauern kann, bis die Ergebnisse von PCR-Tests vorliegen. Darauf habe der Landkreis jedoch keinen Einfluss, da alle Labore außerhalb der Region liegen, so Jendricke.

Zu folgenden Zeiten sich die sechs Schnelltestzentren im Landkreis Nordhausen ab der kommenden Woche erreichbar:

Nordhausen

Testzentrum Zorgestraße 15:
Mo-Fr: 06:00-19:00 Uhr
Sa: 09:00-14:00 Uhr
So: 09:00-13:30 Uhr

Wiedigsburghalle, Hohensteinerstraße 9a:
Mo-Fr: 06:00-08:30 Uhr

Ellrich

Rettungsdienst Ellrich, Nordhäuser Weg 2
Mo-Fr: 07:30 Uhr-17:00 Uhr
Samstag nach Vereinbarung

Ilfeld

Neanderklinik, Neanderplatz 6
Mo–Do: 10:00-12:00 Uhr
Fr: 09:00-12:00 Uhr

Sollstedt

Schwimmhalle, Friedeweg 144:
Mo-Fr: 13:00-17:00

Bleicherode

Kulturhaus Glück Auf, Bahnhofstraße 56
Mo-Fr: 06:00-08:30 und 17:00-20:00

In Planung: Heringen (Sporthalle Grund- und Regelschule), vorrausichtlich ab Mittwoch, Zeiten werden noch bekanntgegeben).

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