Ausstellung in Erinnerung an Klaus-Dieter Kerwitz eröffnet

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Nordhausen (psv) Gestern Abend hat Bürgermeisterin Jutta Krauth gemeinsam mit Bibliotheksleiterin Hildegard Seidel die Ausstellung „Klaus-Dieter Kerwitz – In Erinnerung“ in der Stadtbibliothek im Beisein vieler Gäste, Freunde und Familie eröffnet.

Vom 27. November 2018 bis Ende Januar 2019 würdigt die Stadt Nordhausen damit den vor einem Jahr verstorbenen Nordhäuser Künstler. Freunde, Bekannte sowie Liebhaber der Kunst präsentieren in der Schau einen Querschnitt seines Schaffens durch private Leihgaben. Ergänzt wird die Ausstellung auch mit einigen Werken aus den Beständen der Kreissparkasse und des Kunsthauses Meyenburg. Die Bürgermeisterin dankte allen Leihgebern, die diese Ausstellung möglich machten und auch jenen, deren Werke aus Kapazitätsgründen keinen Platz in der Ausstellung finden konnten.

Klaus-Dieter Kerwitz, Grafiker, Maler und engagierter Nordhäuser hat in seinen 77 Lebensjahren an dem gesellschaftlichen und kulturellen Leben der Stadt stets regen Anteil genommen. Grafiken mit Nordhäuser Motiven zeugen davon in vielen Wohnzimmern, Arztpraxen oder Anwaltskanzleien. Deshalb soll in dieser Ausstellung auch die Verbindung zwischen ihm und den Nordhäuser Bürgern im Vordergrund stehen. Dafür sei die Stadtbibliothek im Herzen der Stadt genau der richtige Ort, sagte Bürgermeisterin Jutta Krauth..

Der Künstler Gerd Mackensen (im Bild) blickte in unterhaltsamer Weise auf Leben und Schaffen seines „Kollegen“ während der Zeit im gemeinsamen Atelier in der Dr.-Külz-Straße zurück. Als Laudator wollte er sich dabei nicht verstanden wissen und so erzählte er kurzweilig aus dem gemeinsamen „Künstlerleben“ während dieser Zeit.

Klaus-Dieter Kerwitz wurde 1940 in Nordhausen geboren und ist seiner Heimatstadt immer treu geblieben. Er hat von 1962 bis 1967 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig studiert und bei Wolfgang Mattheuer sein Diplom gemacht. 1963 heiratete er seine Frau Heidemarie und 1964 wurde sein Sohn Tomas geboren. Bis 1975 war er freiberuflich in der Messe- und Ausstellungsgestaltung in Leipzig tätig. 1976 kam er jedoch wieder nach Nordhausen zurück. Mitte der 70er Jahre wechselte Kerwitz sein Metier von der Gebrauchsgrafik zur Sektion Malerei/Grafik und wurde als Grafiker sehr erfolgreich. 1984 gehörte ein Aquatinta-Blatt von ihm zu den „100 besten Grafiken“. Seit 1985 lebte und arbeitete Kerwitz in seinem Wohn- und Atelierhaus in Rüdigsdorf. Am 28. November 2017 verstarb er.

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