Auslandswanderungsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 21,6 Prozent gesunken

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Auswirkungen der Corona-Pandemie 2020:

Mit 46 990 Zuzügen und 45 573 Fortzügen erreichte Thüringen 2020 einen Wanderungsgewinn von 1 417 Personen. Nach Auskunft des Thüringer Landesamtes für Statistik verzeichnete der Freistaat damit das 4. Jahr in Folge mehr Zu- als Fortzüge, jedoch hat sich der Wanderungsgewinn gegenüber 2019 (+3 372 Personen) mehr als halbiert. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Zahl der Zuzüge
stärker sank (-13,0 Prozent) als die Zahl der Fortzüge (-10,0 Prozent). Insgesamt nahm das Wanderungsvolumen – also die Summe der Zu- und Fortzüge – gegenüber 2019 um 12 099 Personen bzw. 11,6 Prozent ab. Dies ist sowohl absolut als auch relativ der stärkste Rückgang
gegenüber einem Vorjahr seit 1990. Während das Wanderungsvolumen mit den anderen deutschen Bundesländern nur um 3,7 Prozent zurück ging, sank die Zahl der Zu- und Fortzüge aus bzw. ins Ausland um 21,6 Prozent. Aus diesem Grund kann davon ausgegangen werden, dass vor allem die mit der Corona-Pandemie verbundenen Einschränkungen zum reduzierten Wanderungsgeschehen geführt haben. Deutliche Unterschiede zwischen den Wanderungen innerhalb Deutschlands und den Wanderungen von und in das Ausland gibt es darüber hinaus in der Wanderungsbilanz. Während Thüringen gegenüber den anderen Bundesländern im Jahr 2020 einen negativen Wanderungssaldo aufwies
(-3 498 Personen), konnte aus dem Ausland im gleichen Zeitraum ein Wanderungsgewinn verbucht

werden (+4 915 Personen). Wanderungsbilanz innerhalb Deutschlands: Der Wanderungsverlust gegenüber den anderen Bundesländern resultierte 2020 aus 26 495 Zuzügen und 29 993 Fortzügen. Damit sank die Zahl der Zuzüge gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent, die
der Fortzüge um 3,9 Prozent. Somit verringerte sich der Wanderungsverlust im Vergleich zu 2019 um 275 Personen.

Die größten Wanderungsdefizite verzeichnete Thüringen gegenüber Nordrhein-Westfalen mit 1 123 Personen, gefolgt von Sachsen (-978 Personen) und Hessen (-432 Personen). Wanderungsgewinne erzielte Thüringen lediglich gegenüber Baden-Württemberg (+151 Personen), Brandenburg (+19 Personen) und Bayern (+10 Personen). Wanderungsbilanz gegenüber dem Ausland: Der Wanderungsgewinn Thüringens 2020 gegenüber dem Ausland in Höhe von 4 915 Personen resultierteaus 20 495 Zuzügen und 15 580 Fortzügen. Die Zahl der Zuzüge sank gegenüber dem Vorjahr mit 22,9 Prozent etwas stärker als die Zahl der Fortzüge (-19,9 Prozent). Somit reduzierte sich
der Auslandswanderungsgewinn im Vergleich zu 2019 deutlich um 2 230 Personen. Die höchsten Wanderungsgewinne gegenüber dem Ausland verzeichnete Thüringen trotz deutlichem Rückgang gegenüber dem Vorjahr aus Rumänien (+874 Personen). Es folgen Syrien (+703 Personen), Bulgarien (+417 Personen), Polen (+380 Personen) und Afghanistan (+339 Personen). Die absolute
Zahl der Zu- und Fortziehenden reduzierte sich vor allem bei den Wanderungen mit Polen (-1 589 Personen) und Rumänien (-894 Personen).
Ausführlichere Jahresergebnisse zur räumlichen Bevölkerungsbewegung Thüringens werden im Internetangebot des Thüringer Landesamtes für Statistik – sukzessive nach verschiedenen Kriterien aktualisiert – unter folgendem Link bereitgestellt: statistik.thueringen.de

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