Auf gepackten Koffern

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Nordhausen (HSPN): Hochschule Nordhausen nimmt für weitere sieben Jahre am Erasmus+ Programm teil – mehr als eine Million Euro Fördermittel erwartet

Da die Reisemöglichkeiten momentan pandemiebedingt so eingeschränkt sind, bleibt Studierenden und Mitarbeitenden der Hochschule Nordhausen leider nur die Vorfreude auf kommende Auslandsaufenthalte. Aber der Grundstein dafür ist für die nächsten sieben Jahre gelegt. Denn die Hochschule bekam kürzlich die Zusage für die Teilnahme an der nächsten Programmgeneration vom Europäischen Mobilitätsprogramm Erasmus+.

Die Erasmus Charter for Higher Education (ECHE) bewertete den Antrag der Nordhäuser Hochschule mit 100 von 100 möglichen Punkten. Somit erhält sie die Möglichkeit, in den Jahren 2021 bis 2027 Studierende, Lehrpersonal und andere Hochschulbeschäftigte an europäischen Austauschprogrammen teilnehmen zu lassen. „Das ist schon ein vorzeigbares Ergebnis,“ freut sich Thomas Hoffmann, Leiter des International Office und Erasmus Koordinator der Hochschule. Insbesondere freut ihn, dass bei der Bewertung des Antrags die strategische Zielsetzung „Blended Mobility“ (kürzere Mobilitätsphasen, die in digitale Angebote eingebettet sind) besonders positiv hervorgehoben ist. „So werden uns über die Programmlaufzeit deutlich mehr als eine Million Euro Fördermittel zur Verfügung stehen, damit jährlich bis zu 100 Studierende, Lehrende und Beschäftigte aus Technik und Verwaltung an Partnerhochschulen und -einrichtungen studieren oder lehren können und durch Praktika, Hospitationen und Weiterbildungen auch einen Einblick in europäische Berufspraxis gewinnen können.“

Beim Erasmus+ Programm spielt die recht kleine Nordhäuser Hochschule mittlerweile in der Liga der Großen mit. Im Erasmus-Programm hat die Hochschule Nordhausen inzwischen über 1.000 Mobilitäten durchgeführt (genau 1.065). „Eigentlich wollten wir dieses Jahr unsere 1.111 Erasmus-Mobilität feiern, pandemiebedingt werden wir damit wohl noch ein Jahr warten müssen,“ bedauert Hoffmann. Seit der Eröffnung im Jahr 1998 wurden die internationalen Kontakte ausgebaut und mit dem Konzept einer Internationalen Projektwoche, in der Gastlehrende aus ganz Europa und der Welt mit den Studierenden arbeiten, entwickelte sich die Hochschule Nordhausen europaweit zu einer bekannten und anerkannten Kooperationspartnerin. Manche Nordhäuser Lehrenden sind ebenfalls für Gastlehrwochen an einer der zahlreichen Partnerhochschulen sehr gefragt.

Zum international guten Ruf der Nordhäuser Hochschule tragen auch die Studierenden bei. „Oft höre ich von unseren Partnerhochschulen, dass unsere Studierenden im Vergleich sprachlich besser vorbereitet, leistungsstärker und auch zuvorkommender sind als der Durchschnitt,“ so Hoffmann. Zur Internationalisierung des Campus ist es aber auch wichtig, dem gesamten Personal – von der Sekretärin über die Hausmeister und Laboringenieure bis zur Professorin – europäische Weiterbildungsmöglichkeiten anzubieten. Durch die Internationale Projektwoche, die fester Bestandteil des Sommersemesters und verpflichtend für alle Studiengänge ist, erhalten Studierende auch die Möglichkeit, ihr Studium zu internationalisieren, ohne selbst ins Ausland gehen zu müssen. Thomas Hoffmann betont wie wichtig es der Hochschule ist, dass niemand ausgeschlossen wird und ein gleichberechtigter Zugang zu diesen Möglichkeiten besteht: „Ohne das Erasmus-Programm und die relativ großzügige Förderung durch die EU wäre das aber alles nicht möglich.“

Mobilitätsmaßnahmen in den Erasmus+-Programmstaaten (EU-Länder plus Liechtenstein, Island, Norwegen, Türkei, Nordmazedonien und Serbien) können finanziell gefördert werden. Voraussetzung dafür ist die Einhaltung der in der ECHE definierten Qualitätskriterien. In der neuen Programmgeneration werden starke Akzente auf „Green Mobility“ (Umweltverträglichkeit der Maßnahmen) und auf „Erasmus Without Paper“ (EWP) gesetzt.

Bild(er)unterschrift(en): Thomas Hoffmann leitet das International Office an der Hochschule Nordhausen und freut sich auf die neue Förderperiode mit Erasmus+

(Bildquelle: Melano Dadalauri)

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