Auf Entdeckungstour am Ettersberg

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50 Feldforscher entdecken Hunderte von Tier- und Pflanzenarten beim
„NABU-Tag der Artenvielfalt“

Weimar – Am vergangenen Wochenende gingen mehr als 50 ausgewählte
Artenexperten und Nachwuchsforscher aus ganz Deutschland beim „NABU-Tag
der
Artenvielfalt“ am Südhang Ettersberg auf Entdeckungstour. Gemeinsam
bestimmten die Experten Hunderte Tier- und Pflanzenarten in dem
Naturschutzgebiet. Darunter waren 6 Orchideenarten, 20 Wildbienen- und
Hummelarten, 30 Tagfalterarten, 56 Vogelarten und Hunderte von
Insektenarten.
Die Feldforscher beobachteten zudem gleich drei der vier heimischen
Molcharten:
Kamm-, Teich- und Bergmolch. Besonders groß war die Freude über die
Entdeckung einer neuen Heuschreckenart am Ettersberg: die Gemeine
Plumpschrecke, die besonders gern auf Trockenrasen lebt. Auch 13 neue
Spinnenarten wurden für das Schutzgebiet erfasst, darunter eine sehr
seltene Krabbenspinne.

Die Anzahl der entdeckten Arten wird in den kommenden Wochen weiter
anwachsen. Denn viele Insekten-, Spinnen- und Schneckenarten können die
Feldforscher erst im Nachgang benennen. So werden einige der
eingefangenen jungen Heuschrecken und Weberknechte im Terrarium auswachsen, bevor sie
bestimmt werden können.

Der Südhang Ettersberg ist bekannt für seine ausgedehnten
Kalkmagerrasen,alten Streubobstwiesen und kleinen Laubmischwälder. Bis 2018 will die
NABU-Stiftung Nationales Naturerbe große Teile des Naturschutzgebietes kaufen und so
dauerhaft schützen. Die neuesten Flächen kamen im Juni 2016 in
Stiftungsbesitz,
so dass mittlerweile 187 Hektar der NABU-Stiftung gehören. Den NABU-Tag
der Artenvielfalt veranstaltete die NABU-Stiftung und der NABU Weimar zum
ersten Mal am Ettersberg. „Die Ergebnisse der Aktion vom Wochenende werden uns
wertvolle Hinweise liefern, wie in Zukunft die artenreichen Wiesen
beweidet werden sollten.“, sagte Christian Unselt, Vorsitzender der
NABU-Stiftung.

Die NABU-Stiftung kauft seit 2002 wertvolle Naturschutzflächen in
Deutschland,
um diese als Lebensraum für bedrohte Tiere und Pflanzen zu bewahren.
Bisher
konnte sie 16.800 Hektar in über 260 Gebieten unter ihren Schutz
stellen.

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